Psalmen, Pauken und Präludium

TRIER. Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz bestreitet am kommenden Sonntag um 17 Uhr in der Basilika das Eröffnungskonzert des „Mosel Musikfestivals“.

Der Auftakt des „Mosel Musikfestivals 2012“ mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, die als eines der profilierten deutschen Konzertorchester gilt, ist mehr als nur eine Frage des guten Tons. In der Basilika würdigen das Orchester und der Trierer Bachchor dem Festival-Schwerpunkt „Gott und die Welt“ mit einem kirchenmusikalischen Meisterwerk. Unter der Leitung von Chefdirigent Karl-Heinz Steffens erklingt Igor Strawinskys 1930 komponierte „Psalmensinfonie“, eine Art Kantate für vierstimmigen Chor und Orchester.

Der Trierer Bachchor und die Protagonisten des Abends Janice Dixon (Sopran), Eva-Maria-Wurlitzer (Mezzosopran), Andreas Schager (Tenor) und Sebastian Noack (Bass) interpretieren außerdem die „Paukenmesse“ von Josef Haydn. Der musikalische Dreiklang wird komplettiert durch Präludium und Fuge in Es-Dur von Johann Sebastian Bach in der Orchesterfassung von Arnold Schönberg.

Am Pult steht der gebürtige Trierer Karl-Heinz Steffens, der seit 2009 Chefdirigent der Deutschen Staatsphilhamonie Rheinland-Pfalz ist. „Die Berliner Philharmoniker haben einen ihrer wichtigsten Instrumentalisten verloren – die Musikwelt hat einen tatendurstigen Maestro gewonnen!“ Mit diesen Worten hat 2008 der Berliner Tagesspiegel-Kritiker Frederik Hansen den Wechsel von Steffens, einst Solo-Klarinettist der Berliner Philharmoniker, kommentiert. Und in der Tat hat sich Steffens’ Dirigentenkarriere seither in einem atemberaubenden Tempo entwickelt. Im vergangenen Januar gab er sein Debüt an der Mailänder Scala mit Mozarts „Don Giovanni“.

Der Trierer Bachchor wurde 1969 von KMD Ekkehard Schneck als interkonfessioneller und überregionaler Konzertchor gegründet. Im vergangenen Vierteljahrhundert hat der Chor in Deutschland, Belgien, Frankreich und Luxemburg ein umfangreiches Repertoire aufgeführt und sich mit geistlichen Chorwerken auch nachdrücklich für die Musik der Gegenwart eingesetzt.

Die in New York geborene Sopranistin Janice Dixon widmet sich neben ihrer Operlaufbahn leidenschaftlich dem Lied- und Oratoriengesang, und das an so legendären Konzertsälen wie der Carnegie Hall in New York, dem Festspielhaus Baden-Baden und dem Concertgebouw Amsterdam.

Mezzosopran Eva-Maria Wurlitzer ist Ensemblemitglied des RING Halle Ludwigshafen. In Wagners „Walküre“ war sie im Herbst 2011 an der Oper Halle und dem Theater im Pfalzbau Ludwigshafen als Schwertleite zu hören.

Andreas Schager, Tenor, sang in den vergangenen Jahren unter anderem am Teatro Comunale di Bologna, am Theater Koblenz, der Alten Oper Frankfurt, beim Internationalen Musikfestival Chiemgau, bei den Wiener Festwochen und schließlich an der Royal Opera Canada als Tamino in Mozarts „Zauberflöte“, für dessen Darstellung er vom Kanadischen Rundfunk als „Künstler des Monats“ ausgezeichnet wurde.

Der gebürtige Berliner Sebastian Noack wurde durch den 1. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang bekannt. Gerngesehener Gast ist er bei internationalen Festivals (Rheingau, Schleswig-Holstein, Oregon-Bach, Jerusalem Chamber Music, Bodensee-Festival u.a.).

Karten, Termine und mehr Informationen unter www.moselmusikfestival.de.

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