Projekt X: FWG für Erhalt

TRIER-WEST. In der Diskussion über die Zukunft der Skatehalle „Projekt X“ hat sich die FWG-Fraktion jetzt für einen Erhalt des Standorts in Trier-West ausgesprochen. Die Junge Union sieht derweil Bürgermeisterin Angelika Birk am Zug.

Mit Unverständnis reagierte die Junge Union Trier-Stadt auf Birks Aussage, dass die Verwaltung seit 2010 nicht mehr aktiv nach einem Ersatz für die Skatehalle gesucht habe. „Die Stadt hat gegenüber den Initiatoren des ‚Projekt X‘ von Beginn an betont, dass die ehemalige EDEKA-Halle in Trier-West nur bis zum Verkauf des Geländes an einen Investor zur Verfügung steht“, heißt es einer Mitteilung der Jungen Union. Die Halle als Provisorium für Skater zu nutzen, „war und ist eine gute Entscheidung gewesen, was die Besucherströme und das dortige Engagement der Jugendlichen zeigen“, betont JU-Kreischef Philipp Bett und ergänzt: „Nur das dortige Provisorium muss zu einer gewollten und dauerhaften Lösung mit neuem Standort werden, damit es auch im Puzzle-Projekt ‚Stadt am Fluss‘ weitergehen kann.“ JU-Vize Thorsten Wollscheid kritisierte namentlich Birk: „Die zuständige Dezernentin Birk sollte aufhören, die Verantwortung an ein anderes Dezernat abschieben zu wollen und anfangen, sich um einen adäquaten Ersatz zu kümmern und die Suche zur Chefsache zu machen!“.

Freie Wähler stellen Antrag für den Stadtrat

Unterdessen hat die FWG-Fraktion auf ihrer Fraktionssitzung am Montagabend über die Pläne der Stadt diskutiert, den Mietvertrag mit dem Jugendhilfeverein Palais e.V. nicht mehr zu verlängern und das Grundstück an der Aachener Straße an einen Investor zu verkaufen. Nach Ansicht der Freien Wähler liegt die Verantwortung statt bei Birk im von Simone Kaes-Torchiani (CDU) geführten Baudezernat. Denn das Ergebnis der Diskussion sei „ein einstimmiges Bekenntnis für den Erhalt der Skaterhalle am jetzigen Standort“ gewesen, heißt es in einer Mitteilung der Freien Wähler.

Die Planung vom Baudezernat müsse umgehend geändert werden. Die mittlerweile bundesweit in der Szene bekannte Skaterhalle werde „hervorragend von den Jugendlichen angenommen und ist aufgrund seiner zentralen Lage bestens erreichbar“. Der Profit muss deshalb nach Ansicht der FWG-Fraktion dieses Mal zurückstehen. „Die Freie Wählergemeinschaft sieht in der Skaterhalle eine absolut erhaltenswerte und wichtige Einrichtung, deren Aufgabe ein fataler Fehler wäre“.

Die FWG-Fraktion fordert von der Verwaltung, den Bebauungsplan BW 74 abzuändern, „um hierdurch den Jugendlichen ein dauerhaftes und winterfestes Quartier zu gewährleisten und dem Betreiber Palais e.V. Planungssicherheit zu geben“. Bereits in der Sitzung des Dezernatsausschusses IV am kommenden Mittwoch werde die FWG daher beantragen, im Flächenplanänderungsverfahren das Grundstück der Skaterhalle als Gemeinbedarfsfläche zu definieren.

In der Stadtratssitzung am 28. Februar werde man zudem einen Antrag auf Erhalt der Skaterhalle am jetzigen Standort einbringen, kündigte die Vorsitzende der FWG-Fraktion, Christiane Probst, an.

Einen ausführlichen Bericht zum Thema finden Sie hier: Noch kein Plan B für Projekt X

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