Projekt X: FDP will Fakten
TRIER-WEST/PALLIEN. In der Diskussion über die ungewisse Zukunft der Skatehalle fordern die Liberalen eine „umfassende Sachstandsanalyse“. Kritik übt FDP-Kreischef Tobias Schneider vor allem an Bürgermeisterin Angelika Birk.
„Es ist wirklich toll, was die Jungs und Mädels des Projekt X leisten. Eigenverantwortung ist für Liberale ein zentraler Wert und genau dies wird in der Skatehalle großgeschrieben“, erklärte Schneider jetzt nach einem Vort-Ort-Besuch. Diese Initiative verdiene „unsere Unterstützung“.
Die Positionierungen einiger anderer Ratsfraktionen, insbesondere der Grünen und der FWG halte er jedoch „für übereilt“. Schneider, auch Mitglied des Stadtrats ist, wörtlich: „Uns geht es nicht darum, uns möglichst schnell und populistisch in eine Ecke zu stellen. Die Gemengelage ist derzeit sehr unübersichtlich und es fehlen noch viele Fakten, ohne die eine sachliche Entscheidung kaum zu treffen ist.“
Diese fehlenden Informationen sollten nun durch entsprechende Anfragen an die Verwaltung zusammengetragen werden, verlangt er. „Wie ist zum Beispiel der tatsächliche bauliche Zustand der Halle? Welche Instandsetzungskosten wären zu erwarten und welche Folgekosten würden auf die Stadt zukommen, wenn man das Projekt weiter am Standort betreiben würde?“, fragt Schneider. Ein Gutachten oder eine Einschätzung der Bauaufsicht gebe es nach seinem Kenntnisstand bislang nicht. Außerdem sei es wichtig zu wissen, mit welchem weitergehenden Konzept die Verantwortlichen vom „Projekt X“ beziehungsweise vom Palais e.V. die Anlage betreiben wollten. „Wie viel könnten diese dann gegebenenfalls zu den laufenden Kosten beitragen?“, wirft Schneider eine weitere Frage auf.
Eine besondere Verantwortung trägt aus Sicht des Freidemokraten der Stadtvorstand: „Insbesondere von Bürgermeisterin Birk gibt es noch keine Aussage dazu, ob es nicht doch noch irgendwo eine alternative Halle gibt. Frau Birk steht hier in besonderem Maße in der Pflicht, vor allem nachdem bekannt wurde, dass sie die Suche nach einer geeigneten Alternative ohne ersichtliche Begründung zwischenzeitlich abgebrochen hatte“, kritisiert Schneider die Grüne.
von 16vor
