Polizeibeamter schwer verletzt
TRIER. Bei der Polizei Trier sind am frühen Sonntagmorgen gegen 3.30 Uhr gleich mehrere Notrufe eingegangen, die eine größere Schlägerei in der Karl-Marx-Straße/Ecke Feldstraße meldeten. Bei der Festnahme eines Beteiligten wurde ein Polizist schwer verletzt.
Die Schlägerei war beim Eintreffen der Einsatzkräfte nicht mehr im Gange, jedoch hielten sich circa 20 bis 30 Personen dort auf, die sich noch verbal attackierten. Ersten Ermittlungen zufolge lag die Ursache der Streitigkeiten darin, dass sich vier Männer mitten auf die Fahrbahn der Karl-Marx-Straße gesetzt hatten. Passantinnen sprachen die Personengruppe besorgt darauf an und baten die Männer, von ihrem gefährlichen Tun Abstand zu nehmen. Nach eigenen Aussagen wurden die Frauen daraufhin sofort in aggressiver Art und Weise beschimpft. Einer ließ dabei geringschätzig sogar seine Hose herunter und zeigte seinen Hintern.
Im weiteren Verlauf der Streitigkeiten taten sich zwei Personen besonders hervor, sie schlugen und traten auf die Frauen ein. Besucher einer nahegelegenen Gastwirtschaft kamen den Frauen schließlich zur Hilfe. Der genaue Geschehensablauf wird im Rahmen weiterer Ermittlungen zu klären sein. Eine der Geschädigten begab sich zur ambulanten Behandlung in ein Trierer Krankenhaus.
Doch damit nicht genug: Nach dem Eintreffen der Polizeikräfte – Beamte der Polizeiinspektion Trier und der Bundespolizeiinspektion Trier – zeigten sich die Täter wenig kooperativ und verweigerten teilweise die Angaben ihrer Personalien. Zwei von ihnen wurde deshalb und wegen ihres immer noch höchst aggressiven Verhaltens festgenommen. Beim Transport in den Streifenwagen leistete einer der Täter heftigsten Widerstand. Nur mit äußerster Kraftanstrengung mehrerer Beamten gelang es schließlich, diese Person in den Wagen zu setzen. Auf der Fahrt zur Polizeidienststelle gelang es dem Festgenommenen, mit dem Fuß gegen den Kopf eines Polizeibeamten zu treten. Der Beamte wurde schwer verletzt und musste sich anschließend zur Behandlung ins Krankenhaus begeben, wo eine stationäre Aufnahme erfolgte.
Nachdem beide Personen in den Gewahrsam der Polizeiinspektion eingeliefert waren, zeigten sie sich immer noch nicht einsichtig. Weiterhin versuchten sie, eingesetzte Beamte anzugreifen und sprachen übelste Beleidigungen aus. Durch Verstopfen der Toilettenschüsseln setzten beide zudem ihre Zellen unter Wasser. Das Ganze gipfelte darin, dass sogar eine Toilettenschüssel aus der Wandverankerung gerissen wurde.
Beide Tatverdächtigen – im Alter von 33 und 30 Jahren – werden am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Ihnen wird gefährliche Körperverletzung, Körperverletzung, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung vorgeworfen.
von 16vor
