Plötzlicher Bewerberansturm

TRIER. Noch vor zwei Wochen sah es danach aus, als könnten sich nicht genug Kandidaten für die Wahl der ersten Trierer Jugendvertretung finden. Doch in den letzten Tagen gab es offenbar einen regelrechten Bewerberansturm.

Das teilte am Donnerstag das Rathaus mit, nachdem am Mittwochnachmittag die Bewerbungsfrist geendet hatte. Insgesamt gingen 73 Vorschläge ein. Davon entfallen 44 Bewerbungen auf die Altersgruppe der 10- bis 13-Jährigen und 29 auf die 14- bis 17-Jährigen. Für die beiden Altersgruppen sind in der Jugendvertretung jeweils elf Sitze vorgesehen. Nun wird unter anderem geprüft, ob zu den einzelnen Wahlvorschlägen auch die erforderlichen zehn Unterstützungsunterschriften vorliegen. Über die endgültige Zulassung der Kandidatinnen und Kandidaten entscheidet der Wahlausschuss am kommenden Dienstag in einer öffentlichen Sitzung (17 Uhr, Raum Steipe).

Die Zahl der Bewerbungen war in den letzten Tagen noch stark angestiegen. „Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis“, kommentierte Bürgermeisterin Angelika Birk die überraschende Wendung. Jungen und Mädchen sowie die verschiedenen Schularten seien gleichmäßig vertreten. „Die Sorge, dass die Wahl bei den Trierer Kindern und Jugendlichen auf kein Interesse stößt, war offensichtlich unbegründet“, so die Grüne. Tatsächlich waren noch vor zwei Wochen nicht einmal halb so viele Bewerbungen eingegangen, wie Kandidaten benötigt werden. Auch der Geschäftsführer des Vereins Mobile Spielaktion e.V., welche die Vorbereitung der Wahl betreut, hatte es da noch für denkbar gehalten, dass die Wahl abgesagt werden könnte (16vor berichtete)

Die Jugendvertretung biete künftig eine breite Plattform, auf deren Basis die Anliegen und Anregungen der Jugend gebündelt an den Stadtrat herangetragen werden könnten, kündigte die Bürgermeisterin an. „Ich wünsche allen Kandidatinnen und Kandidaten einen fairen Wahlkampf und bin neugierig darauf, was die Jugendvertreter auf die Beine stellen werden“, so Birk. Gewählt wird die 22 Mitglieder umfassende Jugendvertretung am 15., 16., 22. und 23. November. Dabei haben alle wahlberechtigten Kinder und Jugendlichen drei Stimmen, die sie auf einen, zwei oder drei Kandidaten ihrer Altersgruppe verteilen können. In den weiterführenden Schulen werden Wahllokale eingerichtet, außerdem ist ein öffentliches Wahllokal außerhalb der Schulen vorgesehen.

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