OB kritisiert Telekom-Schließung
TRIER. OB Klaus Jensen hat die angekündigte Schließung des Telekom-Service-Centers in Trier kritisiert. Leider sei es nach neun Monaten intensiver Verhandlungen und massivem Widerstand nicht geglückt, den Standort Trier zu erhalten.
Sei es im Mai dank zahlreicher Protestkundgebungen der Beschäftigten und parteiübergreifender Unterstützung aus der regionalen Politik und der Landesregierung noch gelungen, den damals ebenfalls zur Disposition stehenden IT-Standort der Telekom mit 90 hochqualifizierten Arbeitsplätzen in Trier zu erhalten, habe dies trotz vielfältiger Bemühungen im Bereich Vertrieb und Service nicht funktioniert.
Nach dem von der Einigungsstelle abgesegneten neuen Standortkonzept wird die Telekom die Sparte Vertrieb und Service Deutschland (VSD) mit derzeit 141 Büros und Außenstellen in 86 Städten neu organisieren und die Dienstleistungen in 16 so genannten „Zukunftsstandorten“ bündeln. In Rheinland-Pfalz gehört dazu nur Ludwigshafen, in Koblenz wird ein kleinerer Servicepoint eingerichtet. Der Standort Trier mit rund 40 MitarbeiterInnen wird in zwei Jahren in die neue Struktur überführt, sprich aufgelöst. „Ein kleiner Trost ist, dass es gelungen ist, im Rahmen der Verhandlungen vor der Einigungsstelle für die Beschäftigten umfangreiche Sicherungsmaßnahmen zu vereinbaren“, sagte Jensen. So bekomme jeder betroffene Mitarbeiter ein Angebot für eine künftige Beschäftigung mit Garantie des Einkommens. Für Mitarbeiter, die mehr als 75 Kilometer zwischen ihrer alten Arbeitsstätte und dem neuen Zielstandort haben, würden weitere Beschäftigungsmöglichkeiten gesucht.
von 16vor
