Nummernschild-Lotterie in Xiamen
XIAMEN. Pedelec-Infarkt in China: Triers chinesische Partnerstadt Xiamen will 2012 die Zahl der Elektro-Fahrräder begrenzen. Nach Angaben der Polizei Xiamen sollen ab März nur noch Zweiräder mit einem Nummernschild zugelassen werden.
Das berichtete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Die Kennzeichen werden unter Bewerbern in einer Lotterie vergeben. Bürger, die bereits ein Elektrorad besitzen, müssen dieses nachregistrieren lassen.
Damit wollen die Behörden die stark wachsende Zahl der E-Räder in der südchinesischen Küstenstadt einschränken. Nach offiziellen Zahlen soll es allein in der Innenstadt mehr als 100.000 Elektrofahrräder geben. Dort kommt es durch die große Menge der Zweiräder zunehmend zu einer Überlastung der Straßen.
Nach offiziellen Angaben verursachen die Elektrofahrräder mehr als 40 Prozent aller Verkehrsunfälle in der Innenstadt von Xiamen. Deshalb plane man bereits ab Januar 2012 eine Erhöhung der Geldstrafen, teilte die Polizei mit. Die Strafgelder für E-Bike-Fahrer liegen derzeit zwischen umgerechnet etwa zwei bis sieben Euro. Sie sollen auf über 12 Euro angehoben werden. Darüber hinaus will die Stadtverwaltung weitere Bereiche des Stadtgebietes komplett für Elektrofahrräder sperren. Bisher sind die Zweiräder auf Schnellstrassen, Brücken und in Tunneln verboten.
Xiamen gilt als eine der umweltfreundlichsten Städte in China. Mit der Nummernschild-Lotterie folgt die Stadt dem Beispiel anderer chinesischer Metropolen. So müssen etwa in Schanghai Autofahrer zunächst ein Nummernschild in der dortigen Lotterie gewinnen, bevor sie ein Auto zulassen können. (RuLi)
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