Neue Geriatrie am ÖVK Trier
TRIER. Im Ökumenischen Verbundkrankenhaus Trier entsteht am Standort Elisabethkrankenhaus eine neue Fachabteilung für Geriatrie. Sie wird Teil eines Zentrums für Altersmedizin sein.
Die Leitung der neuen Abteilung hat Dr. med. Nikolai Wezler, Facharzt für Innere Medizin, Klinische Geriatrie und Palliativmedizin übernommen. Gemeinsam mit Klinik-Geschäftsführer Rainer Kropp, dem Ärztlichen Direktor Professor Holger Schwerdt und Pflegedirektor Klaus Gallien präsentierte Wezler am Mittwoch das Konzept der Einrichtung.
Im Mittelpunkt des neuen Zentrums stehen ältere Patienten und deren körperliche, seelische, geistige und soziale Bedürfnisse. Viele Menschen sind im hohen Alter von mehreren Erkrankungen gleichzeitig betroffen und können Aktivitäten des täglichen Lebens nur noch eingeschränkt durchführen. Unter Berücksichtigung dieser Beeinträchtigungen werden die Patienten von geriatrisch ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften behandelt und betreut.
Dabei werde eine enge Zusammenarbeit der Fachabteilung Geriatrie mit den bestehenden medizinischen Disziplinen im Ökumenischen Verbundkrankenhaus Trier aufgebaut, um eine umfassende Behandlung sicherzustellen, kündigten die Verantwortlichen an. Insbesondere die Fachabteilungen Innere Medizin mit den Schwerpunkten Kardiologie und Angiologie sowie die Fachabteilung Unfallchirurgie/Orthopädie, als auch die orthopädische Geriatrie und die Fachabteilung Allgemein- und Visceralchirurgie des Elisabethkrankenhauses würden für eine umfassende Behandlung und Betreuung der Patienten mit der neuen Fachabteilung vernetzt. Zudem werde man mit dem nahegelegenen Demenzzentrum Trier sowie der Geriatrischen Rehabilitationsklinik St. Irminen, niedergelassenen Ärzten, ambulanten Diensten und Pflegeeinrichtungen kooperieren.
Die neue Abteilung wird zunächst mit 25 Betten starten. In den kommenden Jahren erfolgt am Elisabethkrankenhaus eine bauliche Erweiterung auf 40 Betten. Das speziell geriatrisch abgestimmte Raumkonzept werde auch adäquate Therapie- und Behandlungsräume und spezielle Aufenthaltsräume umfassen, die für das Einnehmen von gemeinsamen Mahlzeiten, das biographische Arbeiten mit Demenzkranken und Gruppentherapien im Krankenhaus wichtig seien.
Das Ökumenische Verbundkrankenhaus Trier (ÖVK) ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung und ist aus einer Fusion des Evangelischen Elisabethkrankenhauses Trier und des Marienkrankenhaus Trier-Ehrang hervorgegangen. Es verfügt über 353 Planbetten, beschäftigt rund 860 Mitarbeiter, versorgt jährlich etwa 14.500 Patienten stationär und führt nach eigenen Angaben rund 6.000 ambulante Operationen durch. Gesellschafter des ÖVK sind die AGAPLESION gAG, die Marienhaus GmbH und die Evangelische Kirchengemeinde Trier.
von Marcus Stölb
