Natus: SPD für Betriebsrat

TRIER. In die Diskussion über die Gründung eines Betriebsrats für die Firma Natus GmbH & Co. KG in Trier-Nord haben sich nun auch die Trierer Sozialdemokraten eingeschaltet.

Nach Darstellung der IG Metall hat das Unternehmen, das mit mehr als 600 Beschäftigten zu den größten privaten Arbeitgebern Triers zählt, im vergangenen Monat vier gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter entlassen; „drei davon betriebsbedingt ohne Rücksicht auf Betriebszugehörigkeit und unterhaltspflichtige Kinder, einen weiteren Kollegen fristlos“, berichtet die Gewerkschaft. Besonders auffälig hierbei sei, „dass sich unter den gekündigten Kollegen ausgerechnet diejenigen befinden, die sich besonders stark für einen Bertriebsrat engagierten. Aus unserer Sicht will die Firma Natus hierduch Angst im Betrieb verbreiten und ein weiteres Mal die Betriebsratswahl verhindern“, heißt es vonseiten der IG Metall. Die Firma Natus lehnte eine Stellungnahme zu den Vorgängen im Unternehmen bislang ab, ebenso zu einer Plakatkampagne der IG Metall in der Loebstraße (wir berichteten)

Jetzt ergreift die Trierer SPD, an deren Spitze bekanntlich die Mainzer Sozialministerin Malu Dreyer steht, Partei für die Initiatoren der Betriebsratsgründung. Diese Gremien leisteten „einen unverzichtbaren Beitrag für mehr Demokratie und Ausgleich im Betrieb“. Die Vertretung der Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sei „nicht nur ein verbuchtes und durch das Grundgesetz geschütztes Recht, sondern auch eine große Ressource. Denn gerade in der Wirtschafts- und der Finanzkrise habe sich die starke Stellung der Betriebsräte als vorteilhaft für die Unternehmen gezeigt“.

Zum selben Thema: „Auch bei Natus“

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