MS-Aktionsgruppe startet Projekt

TRIER. Die Trierer Aktionsgruppe für Neudiagnostizierte und junge Erwachsene mit Multipler Sklerose (TAG) hat ein Projekt gestartet, das Betroffene darin bestärken soll, aktiv Einfluss auf den Verlauf ihrer Krankheit zu nehmen.

Die Multiple Sklerose (MS), die in der Regel im jungen Erwachsenenalter auftritt, stellt Betroffene, die mitten im Leben stehen, vor besondere Schwierigkeiten: Wer gerade mitten im Studium steckt, im Job Fuß gefasst hat oder eine Familie gründen will, erfährt mit der Diagnose eine abrupte Vollbremsung und ist mit einer Flut teils schwer zu verstehender und verdauender Informationen konfrontiert. Fragen, die durch die Diagnose aufgeworfen werden, wie etwa zu den Auswirkungen der Krankheit auf die private und berufliche Lebensplanung, zu Reaktionen des Partners oder der Partnerin, des Freundeskreises und des beruflichen Umfelds auf die Erkrankung oder nach Möglichkeiten, den Krankheitsverlauf aktiv positiv zu beeinflussen, bleiben oft unbeantwortet, erläutert die TAG.

Mit den Einschränkungen zu leben, die MS in vielen Fällen nach sich zieht, sei gerade für jüngere Menschen eine besonders schwere Bürde. Dabei könne man viel tun, um die Bewegungsfähigkeit langfristig zu erhalten. So habe Sport bei MS „nachweisbare Vorteile“. Denn die möglichen Bewegungseinschränkungen könnten durch gezielte Bewegungen ein Stück weit aufgehoben werden. Zudem könne durch Sport erlebt werden, dass Leben mit diesen Einschränkungen kein Hindernis bei Bewegung sein muss.

„Unser Angebot, das sich in Trägerschaft der Gesellschaft für Psychologische und Soziale Dienste (GPSD) Trier e.V. befindet, kombiniert Information und Bewegung. Es ist auf die Bedürfnisse junger Erwachsener zugeschnitten“, heißt es in einer Mitteilung von TAG. In diesem Informations? und Bewegungszentrum werde Wissen vermittelt, Fragen beantwortet und sozialer Isolation vorgebeugt. „Vor allem aber werden Betroffene ermutigt, ihr Leben selbst zu gestalten und aktiv Einfluss auf den weiteren Krankheitsverlauf zu nehmen. Dabei kann, unserer Meinung nach, vor allem eine positive Grundeinstellung helfen. Unser Angebot will Betroffene im Sinne dieser gelebten Prophylaxe unterstützen“.

Beratung, Informationen und Anmeldungen von montags bis freitags von 09.12 Uhr unter 0651/ 9760835 zu erreichen und per Mail unter nathalie.bessler@tag-trier.de. Jeden Donnerstag findet das „Neuro-Café“ in der Saarstraße 51 – 53, Trier statt. Betroffene, deren Freunde und Angehörige sind willkommen.

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