Millionen für Solarkraftwerke
WELSCHBILLIG/MEHRING. Die Stadtwerke Trier planen zwei neue Solarprojekte in Mehring und Welschbillig. Bis 2025 will der Energieversorger mehr als die Hälfte des Verbrauchs der Stadt Trier über Erneuerbare Energien abdecken.
Die Ausschreibungen für die beiden neuen Projekte mit insgesamt rund 2,2 Megawatt Leistung hat der Systemanbieter für Solaranlagen und -dienstleistungen Conergy gewonnen, teilten die Stadtwerke am Donnerstag mit. Zur Umsetzung der Projekte kommen laut SWT vorwiegend regionale Unternehmen zum Einsatz.
Der rund 1,2 MW starke Solarpark „Mehring IV“ entsteht auf einer Freifläche entlang der Bundesautobahn A1, das knapp 1 MW starke Sonnenkraftwerk in Welschbillig auf einem ehemaligen Militärgelände zwischen Trier und Bitburg. Beide Parks gehen Ende Juni 2012 ans Netz. Die insgesamt rund 9.500 Photovoltaikmodule produzieren künftig mehr als 2.200 Megawattstunden saubere Energie aus der Sonne. Das reiche aus, um rechnerisch rund 630 Musterhaushaushalte mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden mit emissionsfreier Energie zu versorgen, beziffern die Stadtwerke.
Das neue Solarkraftwerk „Mehring IV“ wird in der bestehenden SWT Solarkraftwerk Mehring GmbH realisiert. Hier sind die Gemeinde Mehring und die SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH zu jeweils 50 Prozent beteiligt. Die Anlage kostet rund 2,2 Millionen Euro. Auch in Welschbillig plant SWT eine Gesellschaft mit der Ortsgemeinde Welschbillig. Hier soll es eine Mehrheitsbeteiligung der Ortsgemeinde geben. Die genauen Gesellschaftsanteile würden innerhalb der nächsten Wochen abgestimmt, heißt es. Invest in Welschbillig: Rund 1,7 Millionen Euro.
Insgesamt betreiben die Stadtwerke Trier bereits heute Solarparks mit einer Gesamtkapazität von über 30 Megawatt – Tendenz steigend. „Das Potenzial an geeigneten Freiland- bzw. Dachflächen in der Region ist groß. Dieses Potenzial möchten wir nutzen und den Ausbau der dezentralen Energieerzeugung in der Region unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorantreiben“, so Heiko Bollig, Abteilungsleiter Erneuerbare Energien bei SWT. „Ich freue mich besonders, dass beide Anlagen in Gesellschaften gemeinsam mit Ortsgemeinden errichtet werden. Denn nur durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Akteure können wir die regionale Energiewende Schritt für Schritt vorantreiben“, so Bollig weiter.
von 16vor
