Miezen dicht an der Sensation

TRIER. Die Miezen mussten gegen den VfL Oldenburg eine 30:32-Niederlage einstecken. Obwohl die Triererinnen über fast das gesamte Spiel hinweg als das bessere Team auftrat, konnten sich der Favorit aus Oldenburg am Ende knapp durchsetzen.

Die Miezen boten Oldenburg am Karnevalssonntag von Beginn an Paroli und auch dank des hohen Spieltempos der Gäste entwickelte sich eine durchaus sehenswerte und torreiche erste Halbzeit. Sie erzielten im ersten?Durchgang bereits 20 Tore – so viel wie zuletzt gegen Buxtehude in der gesamten Spieldauer. Dabei bestrafte das Team von Dago Leukefeld viele Fehler der Gäste konsequent und setzte sich so auf zwischenzeitlich fünf Tore Vorsprung ab. Mit einer Drei-Tore-Führung ging es in die Kabine.

Der Start in den zweiten Spielabschnitt wurde durch eine längere Unterbrechung geprägt, da die Hallenuhr stehengeblieben war. Diese Pause schien der MJC nicht gut zu tun und so dauerte es ganze zehn Minuten, bis endlich der erlösende erste Treffer für die Gastgeberinnen im zweiten Durchgang fiel. Oldenburg hatte seine Deckung radikal umgestellt und unterband damit die Torerfolge Triers sehr effizient. Zugleich taten sich die Triererinnen weiter mit den Rückraumschüssen Oldenburgs schwer. Laura van der Heijden und Angie Geschke trafen neun und sieben Mal ins Schwarze. Doch dank der Treffer von Radojicic (8) und Vojcic (5/3) konnte Trier die Zwei-Tore-Führung vorerst verteidigen.

Nach exakt 48 gespielten Minuten traf dann Geschke für den VfL zum Ausgleich, es stand nun 24:24. Der Außenseiter Trier steckte aber weiterhin nicht auf und hielt das Unentschieden bis zu 57. Minute (28:28). Dann schaffte Oldenburg durch Geschke erste die Führung und im Anschluss durch van der Heijden das 28:30. Radojicic verkürzte nochmal, doch der VfL legte über Maike Schirmer nun zielsicher nach. Zehn Sekunden vor dem Ende konnte eine mit fünf Treffern sehr erfolgreiche Nadine Rost nur noch auf 30:31 verkürzen und mit der Schlusssirene erhöhte Schirmer nochmal auf 30:32.

Durch die knappe Niederlage haben die Miezen es verpasst, auf den gestrigen Punktgewinn des Verfolgers Celle zu antworten. Doch Trier liegt weiterhin, nun nur noch mit einem Punkt Vorsprung, vor Celle auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Am 10. März soll im Heimspiel gegen Aufsteiger Bad Wildungen dann endlich der zweite Heimsieg her, der dann auch den Klassenerhalt greifbar machen würde. Die dafür nötige Leistung haben die Miezen schon heute gezeigt.

„Oldenburg hat bisher natürlich immer sehr stark gespielt, aber bei mir überwiegt heute trotzdem die Enttäuschung darüber, nichts Zählbares herausgeholt zu haben“, so Dago Leukefeld. „Sicher gibt es Vieles, was mir gefallen hat. Wir haben aber einfach in der Überzahl kurz vor Schluss nicht das gezeigt, was in dieser Phase nötig und entscheidend gewesen wäre. Trotzdem ein Kompliment für unser Rückzugsverhalten zum Beispiel. Ich habe also heute durchaus wieder viele gute Dinge gesehen.“

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