„Jetzt mehr fürs Geld“

TRIER. Der Gitarrist und Sänger Philipp Poisel stellt am morgigen Freitag um 20 Uhr in der Europahalle sein aktuelles Album „Bis nach Toulouse“ vor.

Es gibt Menschen, die haben auf alles eine Antwort. Sie wissen genau was sie wollen, sind zielstrebig und konsequent und halten Zweifel für ein Zeichen von Schwäche. Philipp Poisel gehört nicht dazu. Der Songschreiber aus Stuttgart weiß, dass es für das Leben keinen Masterplan gibt. „Bis nach Toulouse“, das zweite Album des 28-jährigen, handelt vom Wechselspiel „Zwischen Innen und Außen“ – so heißt auch einer der schönsten Songs. Weggehen um Anzukommen, eine ganze Menge wird hier durchdacht und besungen. Nicht rechthaberisch, sondern mit einer warmen Melancholie.

Wer Philipp Poisels Debüt „Wo fängt dein Himmel an?“ kennt, das vor zwei Jahren wochenlang in den Top-40 blieb, wird feststellen: Die Lieder des Jungen sind ganz schön groß geworden. Beeindruckend, wie sich das hymnische „Zünde alle Feuer“ von einem kleinen Flämmchen zu einem lodernden Flächenbrand entwickelt. Poisels ungewöhnliche Stimme ist natürlich immer noch der Mittelpunkt: Fast beiläufig fallen ihm die Worte aus dem Mund, doch jedes davon ist tief empfunden. Eine angenehm lakonische Mischung aus Aufrichtigkeit und Verletzlichkeit. Die Arrangements der Songs stecken voller funkelnder Details. Zum Beispiel die sehnsuchtsvoll miteinander tanzenden Obertöne von „Wie soll ein Mensch das ertragen“. „Die Songs des ersten Albums konnte ich alle alleine auf der Gitarre spielen. Diesmal habe ich mich ein ganzes Stück weiter aus dem Fenster gelehnt“, freut sich Philipp Poisel, denn er weiß: „Man kriegt jetzt eindeutig mehr fürs Geld“.

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