Linie 118 muss ausweichen
ZEWEN/LUXEMBURG. Aufregung unter Grenzgängern aus Zewen und Umgebung: Wegen Beschwerden von mehreren Anwohnern soll der Stadtteil nicht mehr von Bussen der grenzüberschreitenden Linie 118 angefahren werden.
Mit dieser Hiobsbotschaft überraschte das luxemburgische Unternehmen Voyages Emile Weber am Mittwoch seine Fahrgäste. In einer Mitteilung heißt es: „Wir bedauern Ihnen mitzuteilen, dass infolge etlicher Beschwerden durch Anwohner, der von uns angediente Halt an der Apotheke in der Wasserbilliger Straße in Trier-Zewen ab dem 4. Juni 2012 nicht mehr durch die Linie 118 angefahren werden darf“. Man bitte um „Nachsicht für diese Entscheidung, die außerhalb unseres Einflusses liegt und verweisen auf die weiterhin bestehende Andienung der P+R-Anlagen ‚Trier-Messe‘ an der B 49/B51 und ‚Mesenich-Grenze‘ (Wasserbillig-Autobahntankstelle) an der A1/A64.“
Voyages Emile Weber sucht nach neuem Haltepunkt
Doch diese Haltepunkte dürften vor allem für Grenzgänger aus Zewen keine Alternative sein. Dass der Stadtteil nun vom Fahrplan der Linie 118 gestrichen würde, lässt sich allerdings auch nicht behaupten, denn auf besagtem Fahrplan tauchte Zewen bislang erst gar nicht auf. Das bestätigte auf Anfrage auch Romain Kribs von Voyages Emile Weber. Der Halt in Zewen sei ein Entgegenkommen für die Kunden gewesen, die in Zewen zu- und aussteigen wollten, erklärte Kribs am Mittwoch gegenüber 16vor. In den vergangenen Jahren sei die Linie auch von immer mehr Menschen aus dem Stadtteil nachgefragt worden, die Zahl der Zewener, die den Bus nach Luxemburg nutze, steige stetig – worüber sich sein Unternehmen selbstverständlich freue. Weil aber der Haltepunkt in der Wasserbilliger Straße eher provisorisch und auch inoffiziell gewesen sei, müsse man aufgrund der Anwohnerbeschwerden nun Konsequenzen ziehen.
Allerdings stellt Kribs auch klar, dass sein Unternehmen bereits auf der Suche nach einem alternativen und dann offiziellen Haltepunkt sei. „Wir streben einen möglichst fließenden Übergang zu einer neuen Haltestelle an“, kündigte er an. Ziel sei es in jedem Fall, dass die treuen Fahrgäste nicht unter der Entscheidung zu leiden hätten. Wo der neue Haltepunkt liegen könnte, ließ Kribs offen. Die Linie 118 von Voyages Emile Weber verkehrt täglich mehr als 20 Mal zwischen Trier und Luxemburg. Vor allem Grenzgänger wissen das Angebot zu schätzen, da die Busse auf direktem Wege die Moselstadt mit dem Finanz- und Europazentrum auf dem Kirchberg verbinden.
von Marcus Stölb
