Lieder vom Wahnsinn

TRIER. Alte Musik mit neuen Klängen. Die Lautten Compagney Berlin stellt am Freitag, 17. August, um 21 Uhr ihr aktuelles Programm „Mad Songs“ im Landesmuseum vor.

Alte Musik in ihrer faszinierenden Vielfalt und Vitalität wieder aufzuführen und als sinnlichen Genuss und ästhetisches Vergnügen einem breiten Publikum nahe zu bringen, ist erklärtes Ziel der Lautten Compagney Berlin. Mehrfach Gast beim Mosel Musikfestival verschreiben sich die Musiker des Ensembles und Sopranistin Gesche Geier in diesem Sommer unter anderem dem reizvollen Thema „Mad Songs“ und „Love’s Madness“. Zwischen Museums-Relikten römischer Geschichte im Rheinischen Landesmuseum entstauben die Musiker die jahrhundertealten Werke eines Henry Purcell und zeigen die zeitlose Schönheit barocker Werke.

Die Lautten Compagney Berlin hütet ein breites Spektrum von Werken des 16. bis 18. Jahrhunderts. Mit Konzerten und Opernaufführungen gastiert das Ensemble bei namhaften Festivals und Veranstaltungen in ganz Deutschland und im Ausland und überrascht dabei immer wieder durch originelle Programmgestaltung und Neu-Entdeckungen unbekannter Werke. Bei ihren vielfältigen Projekten kennt die Lautten Compagney keinerlei Berührungsängste, wenn es darum geht „Alte Musik“ mit neuen Klängen und anderen künstlerischen Ausdrucksformen zu verbinden so auch aktuell mit ihrem Programm „Mad Songs – Lieder vom Wahnsinn“.

Der „Mad Song“, der sich im England des späten 17. Jahrhunderts zu einem eigenen Genre entwickelte, ist eigentlich ein Kind des Theaters. Seit das Londoner Publikum das neue Irrenhaus vor den Toren der Stadt als faszinierendes Ausflugsziel entdeckt hatte, wollte es offenbar auch auf der Bühne mehr Verrückte sehen. Deren Gesänge voller unberechenbarer Stimmungswechsel und ungezügelter Affekte inspirierten Komponisten wie Henry Purcell zu außergewöhnlichen musikalischen Gestaltungen bis hin zu den zärtlich-wilden Klageliedern der „Love’s Madness“.

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