„Bitburger“-Felsen gesprengt
TRIER. Am Donnerstag wurden 30 Löcher in den Felsen an der gesperrten „Bitburger“ gebohrt, heute erfolgte die Probesprengung. 25 Kilogramm Sprengstoff kamen zum Einsatz, alles sei planmäßig verlaufen, teilte die Stadt mit.
Vorüber war alles in 150 Millisekunden. 200 Kubikmeter Sandsteinfels fielen auf einer Länge von 15 Metern auf den Asphalt und hinterließen rund 520 Tonnen Schutt. Komplikationen habe es keine gegeben, so die Stadt, die Generalprobe für die beiden Hauptsprengungen, die in der kommenden Woche folgen sollen, sei damit geglückt.
Die Absprengung des Gesteins ist erforderlich, um Platz für eine dritte Fahrspur und den Ausbau des Gehwegs zu schaffen. Damit soll die Staubildung auf der hoch frequentierten Bitburger Straße verringert werden.
Für die Sprengung wurden 30 Bohrlöcher im Abstand von 40 Zentimeter in das Gestein gebohrt. Pro Bohrloch wurden rund 800 Gramm eines hochexplosiven Militärsprengstoffs verwandt. „Der Sprengstoff wirkt zunächst seitlich und sprengt danach den Stein nach vorne hin ab. Das gibt am Ende eine glatte Wand“, erläuterte Tiefbauamtsleiter Wolfgang van Bellen. Die ausgelösten Erschütterungen und Schwingungen wurden während der Probesprengung mit Messgeräten aufgezeichnet. Anhand der Daten könne die Sprengstoffmasse für die kommenden Hauptsprengungen exakter dosiert werden. Ob die Hauptsprengungen wie geplant am 20. und 25 Juni über die Bühne gehen, entscheide sich nach der Auswertung.
Bisher traten beim Ausbau der Bitburger Straße keine schwerwiegenden Probleme auf. Zwar habe das schlechte Wetter die Arbeiten beeinträchtigt, aber der Zeitplan könne nach jetzigem Stand eingehalten werden, fasste Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani zusammen. Auch die Verkehrsteilnehmer verhielten sich „größtenteils sehr diszipliniert“ und nutzten die Umleitungswege.
Seit Baubeginn wurde unter anderem die Stützwand der Napoleonsbrücke abgerissen und wichtige Versorgungsleitungen verlegt. In dieser Woche soll beispielsweise der Gehweg im Bereich der Neuapostolischen Kirche erneuert und die Bohrlöcher für die kommenden Sprengungen vorbereitet werden.
Die Hauptsprengungen erfolgen voraussichtlich am Mittwoch, 20., und Montag, 25. Juni gegen 12 Uhr. Zwischen 11.30 und 13 Uhr wird das Areal jeweils weiträumig abgesperrt. Fußgänger können in diesem Zeitraum den Mühlenweg als Verbindung zwischen FH und Kaiser-Wilhelm-Brücke nicht benutzen. Auch der Zugang zum Schillingsteg ist gesperrt. Als Ausweichroute stehen die Verbindungen Palliener Straße – Kapelle St. Simon – Drachenhaus – FH oder Reverchonweg – Römerstraße – Kleine Bitburger Straße – FH zur Verfügung.
von 16vor
