„Keine neapolitanischen Zustände“
TRIER. Die Gewerkschaft Ver-di hat für den kommenden Dienstag zu einem erneuten Warnstreik aufgerufen. Es ist davon auszugehen, dass sich auch Mitarbeiter des Zweckverbandes Abfallwirtschaft im Raum Trier (A.R.T.) daran beteiligen werden.
Das könne zur Folge haben, dass zum einen das Abfall-Telefon nicht besetzt sei, zum anderen Restabfälle, Elektro(nik)geräte, Sperr- und Gartenabfälle, Altpapier und Gelbe Säcke nicht überall eingesammelt würden, teilte der Zweckverband am Donnerstag mit. Da der A.R.T. das Ausmaß der Beteiligung nicht absehen könne, sollten die Abfälle, für die an diesem Termin ein Abholtermin vorgesehen ist, wie gewohnt bis 6 Uhr morgens bereitgestellt werden. „Wir werden erst am Dienstagmorgen abschließend festlegen können, welche Abholteams welche Abfuhrtouren erledigen können“, erklärt A.R.T.-Geschäftsführer Max Monzel. Ein Nachfahren der Abfälle am darauf folgenden Samstag – so wie es vom A.R.T. nach dem ersten Warnstreik Anfang dieses Monats umgesetzt werden konnte – werde dieses Mal durch die Feiertagsverschiebung nicht möglich sein.
Abfuhr erst am nächsten regulären Termin
Durch die Osterfeiertage seien bereits zwei Samstage für die Aufrechterhaltung der regulären Abfuhr erforderlich. Somit fehlten dem A.R.T. „freie“ Tage, an dem er freiwillige Teams einsetzen könnte, um die Abfälle trotz des Streiks mit zeitlicher Verspätung abzuholen. Restabfälle, Altpapier und Gelbe Säcke können daher erst wieder am nächsten regulären Abfuhrtag abgeholt werden. Sperrabfälle, Elektro(nik)geräte und Gartengrün müssen, sofern sie nicht eingesammelt wurden, erneut am Abfall-Telefon (0651/9491414) angemeldet werden.
„Wie wir bei den vergangenen Streiks gezeigt haben, wollen wir keine neapolitanischen Zustände aufkommen lassen. Aber es stehen uns auch unter der Woche wegen der feststehenden und ausgefüllten Tourenpläne keine freien Teams zur Verfügung“, stellt Monzel klar. Der A.R.T. handele dabei „satzungskonform“. In den Orten oder Straßen, in denen wegen des Streiks keine Einsammlung stattfinden wird, können die A.R.T.-Kunden geeignete Behältnisse wie Kunststoffsäcke neben die Behälter stellen. Das Altpapier wird im Rahmen der Ausnahme auch in Kartons mitgenommen. Dabei darf die zusätzlich bereitgestellte Menge das Volumen der vorhandenen Behälter jedoch nicht überschreiten.
Die Abfälle sollten auf jeden Fall bis zum späten Nachmittag für die Einsammlung bereitstehen. Da die Nutzung der Gehwege jedoch nur am Abfuhrtag für die Bereitstellung der Abfälle zulässig ist, müssen diese –falls die Einsammlung wegen des Streiks ausfällt – abends vom Abfallbesitzer weggeräumt und auf sein Grundstück gebracht werden.
Weitere Informationen am Abfall-Telefon (0651/9491414) oder unter www.art-trier.de.
von 16vor
