Keine IGS in Ehrang
TRIER. Am Standort des Schulzentrums Mäusheckerweg wird keine IGS eingerichtet. Das teilte Bildungsdezernentin Angelika Birk am Mittwoch mit. Das Land lehne diesen Vorschlag des Gutachters Krämer-Mandeau ab, erklärte die Grüne.
Am Dienstagabend beriet der Schulträgerausschuss in nichtöffentlicher Sitzung über den Stand der Dinge in Sachen Schulentwicklungsplanung. Auch Wolf Krämer-Mandeau vom Institut biregio war mit von der Partie, nicht aber Vertreter von Elternschaft und Schulleitung der von einer möglichen Schließung betroffenen Schulen. Der Ortsvorsteher von Trier-Mitte, Dominik Heinrich, bezeichnete dies am Mittwoch als „schwerwiegendes Versäumnis der Verwaltung“. Birk kündigte derweil an, dass der Entwurf des Gutachtens nun aufgrund der großen Nachfrage auf der Homepage der Stadt bereitgestellt werde. Die nun gemachten Varianten seien in diesem Dokument aber noch nicht berücksichtigt.
Auf Krämer-Mandeau geht der momentan vorliegende Entwurf für ein Schulentwicklungskonzept zurück (wir berichteten). In der dreieinhalbstündigen Sitzung verteidigte er noch einmal seine Grundposition: Bei einer Beibehaltung des Status Quo werde sich die ohnehin schon prekäre Situation in vielen Schulgebäuden weiter drastisch verschlechtern, warnte er, zudem drohten kleinste Klassen von 12 bis 13 Schülern.
Nachdem bereits in zahlreichen Stadtteilen Lehrer, Eltern und Schüler auf die Barrikaden gingen, zeichnet sich nun ab, dass sich die Entscheidung über das Konzept verzögern wird. Die Fraktionen hätten um mehr Zeit für die Beratungen gebeten, heißt es in einer Mitteilung des Presseamts. Klar ist schon jetzt: Der Vorschlag, die zweite Trierer IGS in Ehrang einzurichten, ist Makulatur. Denn Mainz lehnt entsprechende Überlegungen ab. Allein schon aus diesem Grund sei die Erarbeitung weiterer Vorschläge notwendig.
Derweil klagen fast alle Gymnasien der Stadt über akute Raumnot. Im Rathaus rechnet man damit, dass sich diese Situation noch deutlich verschärfen wird, denn die Landesregierung hat beschlossen, den Klassenteiler in den nächsten Jahren zu reduzieren. Einzig im G8 Gymnasium in Ehrang gebe es noch ausreichend Platz. Deshalb sei es wichtig, dass das G 8 Gymnasium eine breitere Akzeptanz finde, „so dass sich der von Stadt und Land finanzierte Raumausbau füllt“, heißt es in der Mitteilung der Stadt.
von Marcus Stölb
