„Kein Grund zur Panik“

TRIER. Der Senat der Universität Trier hat in seiner gestrigen Sitzung das Anfang Mai beschlossene Moratorium bestätigt. Grundsätzlich werden unbefristete Stellen in allen Bereichen der Universität zunächst nicht neu besetzt.

Mit dieser Maßnahme verschaffe sich die Universität „Handlungs- und Gestaltungsspielraum für eine interne Strukturdebatte“, heißt es in einer Mitteilung. Deren Ziel solle sein, den aktuellen Zuschnitt und die inhaltliche Ausrichtung der Hochschule zu prüfen und zum anderen auf die angespannte Haushaltslage zu reagieren.

Nach eigenen Berechnungen werden der Universität in den kommenden Jahren durchschnittlich 7,5 Millionen Euro jährlich fehlen. Diese Unterdeckung sei überwiegend Folge der landesweit gestrichenen Gebühren für Langzeitstudenten, der mit der Erhöhung des Lehrdeputats für Professoren verbundenen Mittelkürzungen sowie der auf die Schultern der Universität verlagerten Personalverstärkungsmittel für Tariferhöhungen. Der Senat hat sich in der Sitzung auf das weitere Vorgehen verständigt. In den zentralen Organisationseinheiten wie Fachbereichen, Bibliothek und Rechenzentrum sollen nun strukturelle Überlegungen in Gang gesetzt werden, die in ein gemeinsames Konzept münden.

Am Mittwoch, bei einer Protestveranstaltung im Audimax, hatte es Universitätspräsident Professor Michael Jäckel noch abgelehnt, konkrete Zahlen zu nennen. Doch obwohl die Hochschule nun von 7,5 Millionen Euro jährlich spricht, ist der Präsident bemüht, die Gemüter zu beruhigen: „Es besteht aus heutiger Sicht kein Grund zur Panik. Auch während des Moratoriums können frei werdende Stellen zeitlich befristet oder über Vertretungsregelungen wieder besetzt werden, wenn dies im Interesse der Universität erforderlich ist. Wir benötigen aber den Spielraum, den uns das Moratorium verschafft, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein“, so Jäckel.

Einen ausführlichen Bericht zum Thema finden Sie hier: „Gnadenlose und unehrliche Kürzungspolitik“

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