Junge Union: Birk muss liefern

TRIER. In der Diskussion um die künftige Gestaltung der städtischen Schullandschaft spricht sich die Junge Union Trier-Stadt für den Erhalt der drei Realschulen Plus Nelson-Mandela, Kurfürst-Balduin und Johann-Amos-Comenius aus.

Diese sollten gestärkt werden, verlangt die JU.  Zudem ist die christdemokratische Nachwuchsorganisation gegen den „unter fälschlichen Aussagen und mündlicher Vereinbarung von Bürgermeisterin Birk und der ADD“ getroffenen Beschluss des Stadtrats, die Realschule Plus in Trier-Süd nach Trier-Nord in das Geschwister-Scholl-Gebäude umzusiedeln.

Auch den Schulstandort Ehrang mit einer Realschule Plus und einem G8-Gymnasium befürworte man und sehe in dem Beschluss, die gemeinsame Orientierungsstufe abzuschaffen, eine „Entzerrung der Probleme“. Die Umwandlung in eine Integrierte Gesamtschule (IGS) sei zurzeit jedoch wenig wünschenswert, zeigten die Anmeldezahlen der Gymnasien doch, dass alle bestehenden Gymnasien benötigt würden, heißt es in einem von der JU im Oktober verabschiedeten Positionspapier.

Von der zuständigen Bildungsdezernentin erwarte man noch in diesem Jahr eine Verwaltungsvorlage, auf deren Grundlage diskutiert werden könne. „Frau Birk muss anfangen zu liefern!“, so die Junge Union. Was die diskutierte Fusion und Schließung einzelner Grundschulen anbelangt, müsse „ein klarer Fragenkatalog mit entscheidenden Kriterien ausgearbeitet und für jede, von einer Schließung bedrohte Grundschule beantwortet werden“. Dieser Fragenkatalog dürfe nicht nur die Schülerzahlen, Räume und pädagogischen Konzepte sowie den Wert des Gebäudes, des Grundstückes und den Investitionsstau berücksichtigen, sondern müsse auch auf die „Mehrnutzung“ der Gebäude verweisen.

„Grundschulgebäude sind oftmals Bürgerhäuser für einzelne Stadtteile und bieten oftmals für gewachsene Strukturen und Vereine innerhalb des Stadtteils Räumlichkeiten, ohne die solche nicht existieren könnten. Wenn diese Orte, die mehr als nur Gebäude sind, wegfallen, können weitere Angebote nicht mehr gehalten werden und die Lebensqualität in diesen Stadtteilen würde sich verschlechtern“, warnt die Junge Union. Wenn es dann zu einer politischen Entscheidung für oder gegen ein Gebäude komme, müsse diese allerdings auch akzeptiert und von allen getragen werden, so die JU.

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