Interkulturelle Erkenntnisse
TRIER. In der Senioren-Matinee im Museum Karl-Marx-Haus liest am Dienstag um 10 Uhr Hamid Reza Yousefi aus seinem Werk „Dornenfelder“
In seiner biografischen Skizze zeichnet der Philosoph Hamid Reza Yousefi sein bewegtes und bewegendes Leben nach. Er erzählt von seiner ersten Heimat Iran, seiner Kindheit, von den Umständen, die ihn zum Verlassen seines Landes bewegten, und seinem Migrantenschicksal in Deutschland. Yousefi, der sich als „Insider und Outsider“ zugleich bezeichnet, bringt uns seine interkulturellen Erlebnisse und Erkenntnisse aus der erfrischenden Perspektive eines Menschen nahe, der die Welt nicht nur in Schwarz und Weiß, sondern in vielerlei Schattierungen wahrnimmt. Er führt die Bedeutung eines offenen Dialogs über Gemeinsamkeiten und Unterschiede vor Augen, „eine dialogische Form, das Andere zu sehen und mit ihm eine Verständigung zu suchen“. So schafft er ein neues Genre: die Brückenliteratur.
Hamid Reza Yousefi wurde 1967 in Teheran/Iran geboren. Aufgewachsen ist er in den Zeiten des Iran-Irak-Krieges, 1990 nach Deutschland ausgewandert. Er ist inzwischen Privatdozent für Interkulturelle Philosophie und Geschichte der Philosophie an der Universität Koblenz sowie Initiator und Leiter des Instituts zur Förderung der Interkulturalität in Trier. Er ist Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Fachbücher. Seine Arbeitsbereiche sind moderne Theorien der Toleranz, Kommunikation sowie Religionswissenschaft und Ethik.
Der Eintritt kostet drei Euro. Der Teilnehmerbeitrag berechtigt auch zum Besuch der Dauerausstellung zu Leben, Werk und Wirkung von Karl Marx. Anmeldung bitte unter 0651/97068-0 oder info.trier@fes.de.
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