Immer mehr junge Obdachlose

TRIER. In den letzten Jahren ist die Zahl jüngerer Obdachloser in Trier gestiegen. Das teilte am Montag das Rathaus mit, ohne dabei konkrete Zahlen zu nennen. Die Verwaltung bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach Aussage von Sozialamtsleiter Hans-Werner Meyer müssen die Hilfen für wohnungslose Menschen in Kooperation mit den freien Trägern ergänzt werden. Jüngere Obdachlose hätten zum Beispiel öfter als ältere Drogenprobleme, heißt es. Zudem sei es bei ihnen besonders wichtig, sie langfristig zu qualifizieren und wieder an das Arbeitsleben heranzuführen. Im Sozialamt wurde ein ambulantes Konzept für diese Gruppe erstellt. Langfristig ist nach Einschätzung der Experten ein zusätzliches Heim für jüngere Obdachlose erforderlich.

Um das Erfrieren von Obdachlosen in der kalten Jahreszeit zu verhindern, sei man auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, teilte das Sozialamt mit. Die Polizei kann über die Rufnummer 110 alarmiert werden, der Rettungsdienst unter 112 sowie das Rathaus unter der 0651/718-0 oder der bundesweiten Behördennummer 115. Das Sozialamt und freie Träger, wie die Caritas und der Sozialdienst Katholischer Frauen erlebten es immer wieder, dass Obdachlose Hilfe verweigerten. „Leider gibt es tragische Fälle wie im letzten Winter, als ein Mann nicht in eine Einrichtung gehen wollte“, berichtet Meyer. Dann seien die rechtlichen Grenzen der Hilfsangebote erreicht.

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