Hilfe für Familien nach der Geburt
TRIER. Das Baby ist da, die Freude ist riesig – und nichts geht mehr. Junge Mütter werden heute wenige Tage nach der Geburt eines Kindes aus der Klinik entlassen.
Zuhause beginnt – trotz aller Freude über das Neugeborene – der ganz normale Wahnsinn einer Wochenbett-Familie: das Baby schreit, niemand kauft ein, das Geschwisterkind ist eifersüchtig und der besorgte Vater hat keinen Urlaub mehr.
Wer keine Hilfe in den ersten Monaten nach der Geburt eines Kindes hat, bekommt sie von „wellcome“. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin kommt der Familie zu Hilfe. Sie wacht über den Schlaf des Babys, während die Mutter ausgiebig duscht, sie geht mit dem Geschwisterkind zum Spielplatz, begleitet die Zwillingsmutter zum Kinderarzt, steht mit Rat und Tat zur Seite oder hört einfach nur zu.
„Es braucht ein ganzes Dorf, um eine Kind großzuziehen“, ist ein vielzitierter Satz. Doch das Dorf existiert heute nicht mehr, sondern muss organisiert werden. „wellcome“ will Müttern und Familien Mut machen, sich Hilfe zu organisieren, denn „wellcome“ ist moderne Nachbarschaftshilfe. Das Diakonische Werk will mit seinem familienentlastenden Angebot eine Brücke zwischen bürgerschaftlichem Engagement und professioneller Hilfe bauen. Die Ehrenamtlichen engagieren sich wie sonst Familie, Nachbarn und Freunde und die „wellcome“-Koordinatorin berät bei fachlichen Fragen und vermittelt in das Netzwerk „Frühe Hilfen“.
Wer „wellcome“ ehrenamtlich unterstützen oder das Programm nach der Geburt eines Kindes in Anspruch nehmen möchte, kann sich bei Gudrun Zimmermann unter 0651/ 20 900 53 oder unter schwangerenberatung.trier@diakoniehilft.de melden.
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