Heinrich kritisiert Stadtvorstand
TRIER. Vor dem für heute vorgesehenen Baubeschluss für das neue Brand- und Katastrophenschutzzentrum in Ehrang übt die Grünen-Ratsfraktion Kritik am Stadtvorstand. Die Verwaltung habe über das 12,5-Millionen-Projekt nicht ausreichend informiert.
DasBKSZ sei „derzeit das größte und kostenintensivste Bauvorhaben der Stadt Trier. Für uns ist absolut nicht nachvollziehbar, warum die Stadt den Architektur- und Städtebaubeirat nicht in die Planung einbezogen hat“, kritisierte Sprecher Dominik Heinrich. Das parteilose Mitglied der Grünen-Fraktion gehört dem Architektur- und Städtebeirat an und beklagt: „Diesen Umstand erachten wir zudem als problematisch, da die Stadt, die von Investoren den Austausch mit dem Architektur- und Städtebaubeirat berechtigterweise einfordert, sich selber offenbar diesem Dialog entzogen hat“.
„Darüber hinaus fühle ich mich als Stadtratsmitglied über die Planung unzureichend informiert. Uns wurden weder konkrete Planungszeichnungen vorgelegt, noch mitgeteilt, von wem die Planung durchgeführt wird beziehungsweise wurde“. Der Termin des Spatenstichs ist für kommenden Samstag angesetzt, dann will auch der Mainzer Infrastrukturminister Roger Lewentz kommen. Bei einem geschätzten Gesamtauftragswert einer Baumaßnahme ab 5.000.000 Euro sei „eigentlich eine europaweite Ausschreibung erforderlich“, so Heinrich weiter. „Wurden bereits Aufträge für die Planungsleistungen erteilt und wenn ja, an welche Ämter und externen Büros? Welche Gremien der Stadtverwaltung und des Stadtrates haben über die Vergabe von Leistungen gem. VOF entschieden?“ fragt das Ratsmitglied in einer Anfrage, die an diesem Donnerstag im Stadtrat (Beginn 17 Uhr) behandelt werden soll. Heinrich äußerte sein Unverständnis darüber, dass die Stadt bei diesem Projekt keinen Wettbewerb ausgeschrieben hat.
von 16vor
