„Grüne schaden der Sache“

TRIER. Mit „Verwunderung und Befremden“ hat die CDU-Ratsfraktion auf die Forderung der Grünen nach mehr Transparenz bei Einnahmen und Ausgaben der Busunternehmen reagiert.

Exakt diese Forderung sei am 8. Juni in einer internen Sitzung des Verbandsausschusses der VRT mit den beteiligten Verkehrsunternehmen erhoben und aus diesem Grund eine Vorentscheidung über eventuelle Preiserhöhungen vertagt worden, erklärte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Thomas Albrecht, am Montag. Seine Gegenspielerin bei den Grünen, Anja Reinermann-Matatko, sei „in internen Beratungen mit den Trierer Vertretern im VRT in die Entscheidungsfindung eingebunden und über diese getroffene Entscheidung ausführlich informiert worden, die jetzt als eigene Forderung erhoben wird“, beklagt der Unionsmann.

16vor hatte bereits am 4. Juni über Überlegungen innerhalb des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT) berichtet, die Fahrpreise zum Januar deutlich zu erhöhen. Angeblich sind sogar zweistellige Tariferhöhungen im Gespräch. Anfang vergangener Woche kündigten daraufhin die Grünen im Stadtrat Widerstand gegen Preissteigerungen an (wir berichteten)

Albrecht wies darauf hin, dass es in Trier einen fraktionsübergreifenden Konsens gebe, dass die Attraktivität des ÖPNV in erhalten werden müsse und deshalb Preiserhöhungen nur auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden dürften.  Keinesfalls seien nur die Grünen gegen die geplanten Preissteigerungen, betonte Albrecht. Diese bisher praktizierte Einigkeit habe in der Vergangenheit dazu geführt, dass sich die Stadt Trier im letzten Jahr mit der Forderung durchsetzen konnte, auf eine Preisanpassung zu verzichten.

Die Stadt Trier könne in der Verbandsversammlung des VRT ohnehin nur eine einheitliche Stimme abgeben, so Albrecht weiter. Zudem sei der Abstimmungsprozess kompliziert, da die Verhältnisse im Umland mit denen in der Stadt nicht zu vergleichen seien. Die Unternehmen außerhalb Triers lebten hauptsächlich vom Schülerverkehr, der jetzt wegbrechen und vor allem kleinere Unternehmen in Existenznöte bringen werde. „Will man den Verkehrsverbund aufrechterhalten, muss dieser Umstand irgendwie berücksichtigt werden“, meint die CDU. „Das Vorpreschen eines einzelnen Mitgliedes könnte den gegenwärtigen komplizierten und äußerst sensiblen Beratungsprozess über eventuelle Preisanpassungen stören und der gemeinsamen Sache nur schaden“, warnt die CDU.

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