Großprojekt fertiggestellt

TRIER. Nach 19-monatiger Generalsanierung ist am Freitag das Berufsschulgebäude J offiziell wiedereröffnet worden. Die Kosten für das Großprojekt belaufen sich auf rund 6,4 Millionen Euro.

Etwa 200 Handwerker aus acht Nationen haben eine Fläche von 5.350 Quadratmetern energetisch auf den neuesten Stand gebracht, darunter auch die 40 Klassenräume.  Eine farbige Außenfassade, ein neues Servicegebäude und die Laubengangerschließung im Dachgeschoss machen aus dem 1915 erbauten und in den letzten Jahrzehnten zusehends maroden Haus einen modernen Unterrichtskomplex.

„Ich bin froh, dass wir dieses Projekt gestemmt haben, denn wir brauchen Schulen, in denen die Schüler gerne lernen. Und ich hoffe, dass die Atmosphäre den Schulalltag fördert“, sagte OB Klaus Jensen, der gemeinsam mit Vera Reis, Staatssekretärin des Bildungsministeriums, Bürgermeisterin Angelika Birk und Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani das Berufsschulgebäude J einweihte. Die Sanierung ist das größte Bauprojekt des Trierer Rathauses im Rahmen des Konjunkturpaketes II, aus dem Fördermittel in Höhe von 4,34 Millionen Euro bereitgestellt wurden.

Die Klassenzimmer wurden mit dreifachverglasten Fenstern, einer mit Wärmepumpe betriebenen Fußbodenheizung und einer dezentralen Lüftung mit Wärmerückgewinnung, die das Raumklima verbessert, ausgestattet. Die größeren Fensterfronten ermöglichen eine höhere Lichtausbeute. Darüber hinaus wurde die Raumakustik verbessert und aktuelle Brandschutzbestimmungen umgesetzt. Zudem wurde ein neues Servicegebäude mit Toilettenräumen und Aufzug errichtet, das einen barrierefreien Zugang ermöglicht. Das neu eingedeckte Dach sowie eine besser gedämmte und frisch verputzte Fassade sparten zusätzliche Heizenergie ein, teilte das Rathaus mit. Habe der jährliche Energiebedarf pro Quadratmeter vor der Sanierung noch bei 527 Kilowattstunden gelegen, verbrauche das Gebäude nach der Runderneuerung voraussichtlich nur noch 128 Kilowattstunden. Das entspricht einer Einsparung von 75 Prozent.

Erst während der Bauarbeiten entdecktes gesundheitsschädliches Altmaterial – asbesthaltige Heizungsrohrverkleidungen, schädliche Parkettkleber und PCB-haltige Fensteranstriche – sei im Verlauf der Sanierung entsorgt worden. Allein diese Maßnahme habe Zusatzkosten von 425.000 Euro verursacht. Ratsbeschluss und die Antragsstellung von Fördermitteln aus dem Konjunkturpaket II erfolgten von Februar bis Mai 2009, der Baubeschluss wurde im September 2009 verabschiedet. Am 4. Januar 2010 konnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. „Das Konjunkturprogramm II hat uns diese Möglichkeit der Sanierung erst eröffnet und wir haben uns sofort an die Arbeit gemacht“, so Jensen.

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