Großes auf kleinen Instrumenten
TRIER. Nach drei Jahren gibt das sehens- und vor allem hörenswerte Ukulele Orchestra of Great Britain am 13. Juli wieder ein Gastspiel beim „Mosel Musikfestival“ im Innenhof des Kurfürstlichen Palais‘.
Alles was sie brauchen, ist die Ukulele im Handgepäck. Mit der Kombination von virtuoser Instrumentaltechnik und typisch britischem Humor füllen sie die großen Konzertsäle der Welt. Die acht britischen Musiker mit der „Lizenz zum Albern“ beweisen: einfach jedes Musikstück dieser Welt ist es wert, auf der Ukulele neu interpretiert zu werden. Die Grenzen der „Bonsai-Gitarre“ sprengen die Engländer mit Witz und lustigen Experimenten: Da ertönt – clever und mit unglaublichem Drive zugeschnitten auf die acht mal vier Saiten – Wagners Wallkürenritt neben Songs von Kate Bush, Prince und David Bowie, gewürzt mit a-cappella-Einlagen und typisch britischem Understatement.
In ihren Konzerten tragen die Ukes förmliche Abendgarderobe und es kommt kein Instrument außer der Ukulele in verschiedenen Stimmlagen zum Einsatz. Sie haben Sopran-, Tenor- Bariton-Ukulelen und sogar eine Baß-Ukulele ist immer dabei.
Die Musiker des UOGB sind nicht nur allesamt Ukulele-Virtuosen, sondern auch höchsttalentierte Sänger. Sie wechseln sich beim Gesang ab, manchmal singen sie im Chor, manchmal werden die Stimmen eher instrumental, manchmal auch gar nicht eingesetzt und manchmal singen sie einfach gegeneinander an.
Ein wesentlicher Grund für ihren Erfolg ist sicherlich, dass sie sich selbst nicht zu ernst nehmen. „Mit einer Ukulele in der Hand kann man nicht aufgeblasen tun“ sagen sie. Die Musik, die sie spielen, behandeln sie dagegen mit großen Respekt. Mit unglaublichem musikalischen Sachverstand arbeiten sie die Essenz und die Schönheit der Komposition heraus.
Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert in der Europahalle statt.
Karten und mehr Informationen unter www.moselmusikfestival.de.
von 16vor
