Grenzüberschreitendes Übel

TRIER. „Übel prekäre Beschäftigung – grenzüberschreitend!“ lautet der Titel einer Veranstaltung von Gewerkschaften aus Deutschland, Luxemburg und Belgien am kommenden Montag in Trier.

Prekäre Beschäftigung ist ein übergeordneter Begriff für viele Formen unsicherer und meist schlecht bezahlter Arbeit. Unfreiwillige Teilzeitbeschäftigung, die dauernden Befristungen, Praktikaschleifen, Mini- und Midijobs, Leiharbeit und Werkverträge sind dabei die wichtigsten Schlagwörter. „Die Ausweitung prekärer Beschäftigung ist Hand in Hand mit der Ausweitung des Niedriglohnsektors zusammengegangen. ‚Sozial ist, was Arbeit schafft‘, war die Devise der Politik, doch welche Arbeit die Menschen bekamen, war ihnen egal. Die Folge ist, dass die Menschen immer weniger von ihrem Lohn und ihrer Hände Arbeit leben können“, heißt es in einer Mitteilung des DGB in der Region Trier. Die Frage laute deshalb, ob Deutschland wirklich als Vorbild für Europa dienen könne?

An der Veranstaltung, die am Montag, 14. Mai um 18 Uhr in der Europäischen Sportakademie beginnen wird, werden auch Gewerkschaften aus Belgien (FGTB) und Luxemburg (OGBL) teilnehmen.  Auf dem Programm stehen unter anderem Erfahrungsberichte über prekäre Arbeit in der Großregion. An der Diskussion teilnehmen werden  Wolfram Leibe, Chef der Agentur für Arbeit Trier, Renaud Rahier (Gewerkschaftssekretär FGTB) und Patrick Freichel (Gewerkschaftssekretär OGB-L).

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