„Gekko“ im Stadtrat
TRIER. Angesichts immenser Kostensteigerungen sowie erheblicher Verzögerungen bei der Fertigstellung des Steinkohlekraftwerks „Gekko“ in Hamm, soll der Stadtrat den Ausstieg aus dem umstrittenen Projekt beschließen. Das fordern die Grünen.
Im vergangenen Monat hatte 16vor über Auseinandersetzungen zwischen RWE und den an „Gekko“ beteiligen kommunalen Versorgern berichtet. Unter anderem hatte der Essener Konzern die einhellige Forderung von zwei Dutzend Stadtwerken nach einer Sonderprüfung abgelehnt.
Nun haben Bündnis 90/Die Grünen das Thema auf die Tagesordnung der Stadtratssitzung am kommenden Donnerstag gesetzt. „Die Stadt Trier beendet so schnell wie möglich das Engagement in der Kohleverstromung im Gemeinschaftskraftwerk Hamm“, heißt es in einem Antrag, über den der Rat entscheiden soll. OB Jensen soll angewiesen werden, in der Gesellschafterversammlung der SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH den Verkauf der Gesellschaftanteile am Gemeinschaftskraftwerk Hamm GmbH&Co KG zu veranlassen.
Weiter heißt es in dem Antrag: „Die Geschäftsführung der SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH ist anzuweisen, ein Verkaufsverfahren für den Verkauf der Kraftwerksscheibe einzuleiten und den Anteil am Markt zu platzieren um ihn gewinnbringend zu veräußern“. Weiter heißt es, dass ein wirtschaftlicher Verlust beim Verkauf der Anteile „zu vermeiden“ sei und der endgültige Verkaufsbeschluss durch den Stadtrat gefasst werden müsse.
Einen ausführlichen Bericht zum Thema finden Sie hier: Stadtwerke und RWE geraten aneinander
von Marcus Stölb
