Geburtshilfe vor dem Aus?

TRIER. Dem Trierer Elisabethkrankenhaus stehen angeblich Kürzungen ins Haus. Nach bislang unbestätigten Informationen wird auch über eine Schließung der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe nachgedacht.

Das vor fast 120 Jahren eröffnete und ehemals evangelische Klinikum ist seit vergangenem Jahr Teil des Ökumenischen Verbundkrankenhauses Trier, zu dem auch das Marienkrankenhaus in Ehrang zählt. Am Standort Theobaldstraße hält das ÖVK Trier insgesamt 174 Planbetten bereit, von denen 15 auf die Gynäkologie und Geburtshilfe entfallen. Im vergangenen Jahr wurden an beiden Standorten deutlich mehr als 1.000 Kinder geboren. In der offiziellen Pressemitteilung zur Unterzeichnung der Gesellschafterverträge hieß es im März 2011:“Die Gynäkologie und Geburtshilfe wird es auch zukünftig an beiden Standorten geben“.

Doch nun soll es Pläne geben, einen Standort der Abteilung aufzugeben und die Gynäkologie und Geburtshilfe in Ehrang zu konzentrieren. Ob dem so ist, war am Mittwoch nicht zu erfahren: Man könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts dazu sagen, erklärte eine Sprecherin des Elisabethkrankenhauses auf Anfrage gegenüber 16vor. Zugleich kündigte sie aber für Freitag kommender Woche eine Pressekonferenz an.

Unterdessen formiert sich bereits massiver Widerstand: Die Facebook-Gruppe „Gegen die Schließung ‚Geburtshilfe‘ Elisabeth KH Trier“ zählte am Mittwochnachmittag schon mehr als 850 Mitglieder. „Das Elisabethkrankenhaus ist noch eines der wenigen Häuser, in dem man unter einer familiären Atmosphäre entbinden kann“, erklärt Eva Schichel, eine der Initiatorinnen des Protests. Mit der Schließung würden die gynäkologischen Abteilungen der anderen Häuser „total überfüllt und somit auch überfordert sein“, warnt sie. Immerhin würden im Elisabethkrankenhaus jährlich über 500 Kinder geboren, so Schichel, die auch darauf verweist, dass es schon 1996 Schließungspläne gab, eine Bürgerinitiative diese aber erfolgreich verhindern konnte.

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