„Gänzlich unsozial und unfair“
TRIER. Nach der Entscheidung des Stadtrats für eine neue Tarifstruktur bei den Eintrittspreisen des Theaters, übt die Grüne Jugend Trier-Saarburg nun deutliche Kritik an dem Konzept und auch am Abstimmungsverhalten der Ratsmitglieder der eigenen Mutterpartei.
„Als Mindestpreis pro Eintrittskarte 8,50 Euro festzulegen und einen Preisnachlass nicht mehr an sozialen Status, sondern an das Alter zu koppeln, ist nicht nur ’starker Tobak‘ oder ein ‚bildungs- und sozialpolitischer Verlust‘, wie es Gerd Dahm von der Grünen-Fraktion sanft ausdrückte. Es ist eine Entscheidung, die gänzlich als unsozial und unfair bezeichnet werden kann“, so Sarah Jakobs, Sprecherin der Grünen Jugend.
Es sei „peinlich, dass nur zwei Mitglieder der Grünen-Fraktion wach genug gewesen zu sein scheinen, gegen diesen absurden Vorschlag zu votieren“. Das Ziel, auch Menschen mit geringem Einkommen einen Theaterbesuch zu ermöglichen, sei „meilenweit verfehlt“ worden, meint Jakobs, die dem Argument der dringend notwendigen Haushaltskonsolidierung wenig abgewinnen kann. „Wieso nicht mehr von denen nehmen, die auch mehr haben?“, fragt sie.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier: „Starke solidarische Maßnahme“ und Theatertickets sollen um 25 Prozent teurer werden
von Marcus Stölb
