FWG-Fraktion fordert Umgehung

ZEWEN. In der Diskussion um den Moselaufstieg fordert die Freie Wählergemeinschaft, nun zügig die Planungen für eine Ortsumgehung von Zewen einzuleiten. Ein entsprechender Antrag soll nach der Sommerpause vom Stadtrat beraten werden.

„Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die Planung der dringend erforderlichen Umgehung Zewen zeitnah einzuleiten und die erforderlichen Haushaltsmittel einzuplanen, damit die Ortsumgehung wie im September 1998 öffentlich zugesagt, schnellstmöglich realisiert werden kann“, heißt es in dem Antrag, der 16vor vorliegt.

Mit dieser Forderung greift die FWG einen Punkt auf, den OB Klaus Jensen (SPD) neben anderen als Argument gegen den Bau des umstrittenen Moselaufstiegs ins Feld führt. Der Stadtchef hatte auf die bei einer Realisierung der Westumfahrung zu erwartende erhebliche Mehrbelastung für den Stadtteil Zewen hingewiesen, die nur durch eine Umgehung abgemildert werden könne, für die jedoch bislang keinerlei Planungen vorlägen. Jensen hatte zudem deutlich gemacht, dass angesichts der klammen Haushaltslage kaum vorstellbar sei, wie die Stadt eine solche Umgehungsstraße mitfinanzieren könnte.

Woher das Geld für das Projekt kommen soll, schreibt Fraktionschefin Christiane Probst in ihrem Antrag nicht. Stattdessen verweist sie auf Äußerungen von Ex-Baudezernent Peter Dietze (SPD) im Rahmen einer Bürgeranhörung im September 1998. Dort habe Dietze eine „Variante vier“ für eine Ortsumgehung vorgestellt, welche unter anderem einen 300 Meter langen Tunnel vorsah. Die „Mehrzahl der anwesenden Zewener Bürgerinnen und Bürger“ habe diesen Vorschlag mitgetragen, behauptet Probst und schreibt: „Der Bau einer Ortsumgehung ist unabhängig vom Moselaufstieg dringend geboten“.

Der Vorstoß der FWG-Fraktionschefin ist bemerkenswert, weil Probst in den vergangenen Monaten wiederholt verlangte, vor der Entscheidung für neue Projekte zunächst die im Rahmen der Haushaltsberatungen vereinbarte Prioriätendebatte zu führen. Mit dieser Begründung hatte die Ruwerin beispielsweise im Mai die Forderung der SPD nach verstärkten Anstrengungen für die Reaktivierung der Westtrasse kritisiert.

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