Festnahmen im Rockermilieu
TRIER. Die Staatsanwaltschaft Trier ermittelt wegen bandenmäßigem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln im Rockermilieu. Zahlreiche Wohnungen wurden bereits durchsucht und sieben Personen festgenommen.
Die Staatsanwaltschaft und die Kriminaldirektion Trier führen seit mehr als einem Jahr umfangreiche Ermittlungen unter anderem gegen zwei Mitglieder des Motorradclubs „Hells Angels“, Charter Luxemburg-City. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, mit Kokain und Amphetamin im Bereich des nördlichen Saarlandes und im Raum Trier Handel getrieben zu haben. Im Tatzeitraum sollen drei der Beschuldigten als Bande etwa 250 Gramm Kokain sowie zwei bis drei Kilogramm Amphetamin an einen Kreis von etwa 25 Personen in dieser Region gewinnbringend abgesetzt haben. Ferner stehen die beiden „Hells Angels“ im Verdacht, mit zwei weiteren Tatverdächtigen in einer Trierer Gaststätte einen Kontrahenten bis zur Bewusstlosigkeit körperlich misshandelt und dessen Mobiltelefon geraubt zu haben.
In einer großangelegten Aktion, an der mehrere Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Trier, zahlreiche Beamte der Kriminaldirektion Trier und Spezialeinsatzkräfte der Landeskriminalämter des Saarlandes und Rheinland-Pfalz beteiligt waren, wurden am 10. Juni sieben Haftbefehle des AG Trier vollstreckt und insgesamt 18 Wohnungen durchsucht. Dabei wurden unter anderem 50 Gramm Kokain, geringe Mengen anderer Betäubungsmittel und bei den „Hells Angels Waffen und Munition gefunden und sichergestellt. Um die aus dem Betäubungsmittelhandel erwirtschafteten illegalen Gewinne abschöpfen zu können, wurden drei Autos und zwei Motorräder der Marke Harley-Davidson im geschätzten Wert von 50.000 Euro beschlagnahmt.
Im Rahmen von Folgeermittlungen wurden am 15. Juni 13 weitere Wohnungen im Bereich Trier und im Saarland durchsucht. Auch hier wurden erneut geringe Mengen Betäubungsmittel sichergestellt.
von 16vor
