„Fast täglich Zerstörungen“
PALLIEN. Die Bauarbeiten an der „Bitburger“ liegen trotz Dauerregens weiterhin im Plan. Das teilte das Rathaus mit. Allerdings könnte die Witterung den Zeitrahmen ins Rutschen bringen. Sorge bereitet der fortgesetzte Vandalismus auf der Baustelle.
Wolfgang van Bellen, Leiter des Tiefbauamtes, zollte den beteiligten Firmen am Freitag großen Respekt für ihren Einsatz – und machte zugleich deutlich, dass ein Witterungsumschwung auch im Rathaus sehnlichst erwartet wird: Für die Abdichtungs- und Isolierarbeiten müsse es jetzt mindestens drei Tage trocken bleiben, erläuterte van Bellen. Die ursprünglich für dieses Wochenende vorgesehene Ausführung sei daher auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden.
Dafür gehe es an anderer Stelle zügig voran: Für die Absicherung der Felswand wurden weitere Schutzmatten eingezogen, die mit Ankern befestigt sind, die drei Meter tief in den Fels eingetrieben wurden. Auch die Arbeiten an der Stützwand und die Betonarbeiten schritten voran, so das Tiefbauamt. Versorgungsleitungen wurden erneuert und die Gehwege hergestellt. Für die kommenden Tage stünden weitere Betonarbeiten, der Einbau von Schutzgeländern, der Rückbau der Notversorgungsleitungen sowie der Ausbau der Fahrbahnfläche auf der Agenda, kündigte van Bellen an.
Wachdienst auf der Baustelle
Besondere Sorge macht der Bauleitung der zunehmende Vandalismus, der nicht nur zu Sachbeschädigungen führt, sondern mittlerweile zu einer Gefahr für die Anlieger der tiefergelegenen Grundstücke wird: Pflastersteine, Sandsäcke und anderes Wurfmaterial landeten in ihren Gärten. Bislang sei noch niemand verletzt worden. Trotz Absperrung komme es „fast täglich zu Zerstörungen in einem noch nie da gewesenen Ausmaß“, so van Bellen. Um die Sicherheit der Anlieger zu gewährleisten, sehe man sich nun gezwungen, die Baustelle abends komplett dicht zu machen und einen Wachdienst zu beauftragen. Auch die Polizei ist eingeschaltet und hat Ermittlungen gegen unbekannt eingeleitet.
von 16vor
