Erste Niederlage für die Dolphins
ELXLEBEN. Nach zwei Auftaktsiegen in Hamburg und zu Hause gegen Köln hat Rollstuhlbasketball-Bundesligist Dolphins Trier beim Titelmitfavoriten, dem Team Oettinger RSB Team Thüringen, verloren.
Mit einer deutlichen und auch verdienten 79:51-Niederlage (19:20; 34:28; 54:41) musste die erste Saisonniederlage hingenommen werden.
Die Partie gegen die neu zusammengestellte Trierer Mannschaft war bis zur Halbzeit das erwartet spannende Spitzenspiel. Die Trierer kamen gut ins Spiel, vor allem Topscorer Dirk Passiwan und der Australier Kim Robbins gaben jeweils postwendend eine Antwort auf die Korberfolge des Gastgebers. Beide Teams machten es jeweils dem Gegner schwer, die Defense zu durchbrechen. Und da auch Thüringens herausragender schwedischer Nationalspieler Joakim Linden schon früh mit drei Fouls belastet war und auf die Bank gehen musste, war eine spannende Auseinandersetzung zu erwarten.
Das erste Spielviertel ging mit 20:19 an Trier. Im zweiten Spielabschnitt bekamen allerdings auch die Dolphins Foulprobleme, als binnen weniger Minuten der agile Power-Forward Tyler Saunders mit vier Fouls belastet war. Und dennoch hielten die Trierer die Partie bis zur Halbzeit weiterhin offen (34:28), obwohl bereits zu diesem Zeitpunkt zusehends der baumlange, weißrussische Center Alex Halouski des RSB-Teams von den Gästen nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Eine schlechte Trefferquote nach der Halbzeitpause und der nunmehr zusehends glänzend aufspielende Neuzugang der Thüringer, der lettische Nationalspieler Raimund Beginskis (21 Punkte), ließen fortan die Siegchancen der Trierer entscheidend sinken. Das dritte Viertel endete mit 54:41 für die Gastgeber und eine Vorentscheidung war in diesem Match zu diesem Zeitpunkt schon gefallen.
Im letzten Viertel waren die Trierer nicht mehr in der Lage, dem Spiel der Thüringer zu folgen. Zu viele Fehlversuche und unnötige Ballverluste standen am Ende für eine dann doch deutliche 79:51-Niederlage.
Es trat letztendlich ein, was Viele im Vorfeld befürchtet hatten. Entsprechend fiel auch das Fazit von Dolphins-Spielertrainer Dirk Passiwan, erneut herausragend im Team der Moselaner (35 Punkte, 15 Rebounds, 8 Assists), aus: „Uns war klar, dass wir gegen die Top-Teams der Liga wohl noch größere Probleme haben werden. Zu kurz bemessen war einfach unsere bisherige gemeinsame, erst mal zweiwöchige Vorbereitungszeit. Wir trafen auf einen sehr starken Gegner, der seit zwei Monaten voll im Training steht, eingespielt ist und sich zudem noch entsprechend gut verstärken konnte.“ Zur Zeit seien die Oettinger vielleicht auch das beste Team der Liga, nicht von ungefähr kommt auch der Sieg der Thüringer an gleicher Stätte vor drei Tagen gegen den Champions-League-Sieger Lahn-Dill. Dennoch lässt der Trierer Coach den Kopf nicht hängen: „Mund abputzen, Fehler analysieren und weiter hart an uns arbeiten.“
Bereits am kommenden Wochenende (Samstag, 13. Oktober, 18:30 Uhr) steht für die Dolphins im Heimspiel gegen den Deutschen Meister und Pokalsieger RSV Lahn-Dill die nächste mehr als schwere Nagelprobe auf dem Terminkalender.
Oettinger RSB Team Thüringen: Beginskis (21), Capasso (14), Szulc, Dadzite (4), Albrecht (8), Linden (6), Halouski (24) und Partanen (2).
GOLDMANN Dolphins Trier: Anderson (2), Baugh, Ewertz, Jassman, Nascimento (n.e.), Passiwan (35/2), Robins (12), Saunders (2) und Schmitz.
von 16vor
