Ermittler werten noch immer aus
TRIER/KOBLENZ. Im Spätsommer 2008 erschütterte ein Skandal im Trierer Umweltzentrum die Handwerkskammer, drei Jahre später zeichnet sich noch immer kein Ende der Ermittlungen gegen die damaligen Hauptgeschäftsführer ab.
Das Uwz hatte über Jahre Fördergelder zu Unrecht beantragt. Unter anderem wurden mit vorformulierten und rückdatierten Angeboten Zuschüsse erschlichen. Infolge des öffentlichen Bekanntwerdens der Unregelmäßigkeiten trennte sich die Hwk vom langjährigen Leiter ihres Umweltzentrums (wir berichteten).
Doch dann gerieten die seinerzeitigen Hauptgeschäftsführer der Kammer selbst ins Visier der Ermittler. Es bestehe der Anfangsverdacht, dass durch bewusst falsche Angaben Fördermittel verschiedener Subventionsgeber, unter anderem des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung des Landes Rheinland-Pfalz, erschlichen und entgegen dem eigentlichen Subventionszweck verwendet wurden, äußerte sich seinerzeit der Koblenzer Oberstaatsanwalt Hans-Peter Gandner gegenüber der Presse.
Das war am 7. Oktober 2008, seither fragt 16vor regelmäßig bei der für Wirtschaftsstrafsachen im Land zuständigen Staatanwaltschaft Koblenz nach, ob sich dieser „Anfangsverdacht“ bestätigt hat. Und seit drei Jahren wird ebenso regelmäßig mitgeteilt, dass es nichts zu berichten gebe. So auch jetzt wieder: „In der von Ihnen angesprochenen Sache gibt es zur Zeit keine Erkenntnisse, die sich für eine Bekanntgabe über die Medien eignen. Die Auswertung der umfangreichen sichergestellten Unterlagen dauert an“, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Horst Hund am Mittwoch.
von Marcus Stölb
