Egger: Ausstellung findet statt
TRIER. Kulturdezernent Thomas Egger (FDP) rechnet fest damit, dass die geplante Ausstellung „Reliquie – Fetisch in Kirche, Kunst und Konsum“ stattfinden wird. Das erklärte er am Mittwochabend in einer Sitzung der Dezernatsausschüsse III und IV.
Die Entscheidung der beiden Stiftungen, die Veranstaltung nicht zu fördern, sei zu akzeptieren, so Egger. Zwischenzeitlich habe er aus Mainz das Signal erhalten, dass sich das Land im Rahmen des Kultursommers 2012 noch stärker für die Ausstellung engagieren wird. Zudem werde „der städtische Kulturetat noch etwas mehr belastet“, kündigte der Dezernent an. Egger sieht vor diesem Hintergrund noch eine Finanzierungslücke von rund 5.000 statt 12.000 Euro. Er sei aber optimistisch, dass sich auch diese Lücke schließen lasse.
Unterdessen kritisierte die SPD-Stadtratsfraktion die Entscheidungen der Kulturstiftung der Stadt Trier und der Kulturstiftung der Sparkasse Trier, der Tufa-Ausstellung die Förderung zu versagen. „Kulturförderung ist nicht mit Marketing zu verwechseln. So muss Kultur auch anecken und durch kritische Positionen zum Nachdenken anregen. Diesem Auftrag ist die Tufa gefolgt und hat eine hochwertige Ausstellung und ein hochkarätig besetztes Rahmenprogramm entwickelt“, so der kulturpolitische Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, Markus Nöhl. „Triers Rang als kulturelles Oberzentrum der Region wird auch durch die kulturelle Vielfalt qualitativer Angebote vor Ort gerechtfertigt. Wollen wir diesem Anspruch auch weiterhin gerecht werden, ist es unsere Pflicht, auch Projekte zu unterstützen, die einen Widerspruch provozieren“, ergänzte der Fraktionsvorsitzende Sven Teuber.
von Marcus Stölb
