„Die Trennung überwinden“

TRIER. Die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 soll ein ökumenisches Ereignis werden – davon will auch das Internationale Ökumenische Forum Zeugnis geben, das vom 30. Januar bis 3. Februar im Robert-Schuman-Haus stattfindet.

Zu dem Forum werden führende Vertreter der christlichen Kirchen erwartet. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

In seiner Einladung schreibt der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, dass die Kirchen sich heute mit großem Engagement der Aufgabe widmeten, „die Trennung zu überwinden, um sich gemeinsam den Fragen der Zeit zu stellen“. Angesichts der Tatsache, dass die kulturelle und religiöse Vielfalt in Deutschland und Europa wachse, stünden die Kirchen vor neuen Herausforderungen, insbesondere in den Bereichen Bildung und Integration. „Das Internationale Ökumenische Forum im Vorfeld der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 in Trier setzt sich damit auseinander und will so einen Beitrag für ein friedliches, gerechtes und umweltbewusstes Zusammenleben der Menschen leisten“, betont der Bischof.

Das Forum greift das Motto der Heilig-Rock-Wallfahrt „und führe zusammen, was getrennt ist“ auf. Es befasst sich mit den Herausforderungen, vor denen die christlichen Kirchen gemeinsam mit den anderen Religionen stehen. Die Themen sind „Christsein in der Gesellschaft heute und der Dialog der Religionen“, „Ökumenische Herausforderungen und Perspektiven“, „Nachfolge in Tradition und Wandel“, „Aus der Hoffnung leben, mit Vorläufigkeiten umgehen lernen“.

Das Forum startet mit einem ökumenischen Gottesdienst am Montag, 30. Januar um 16 Uhr im Trierer Dom mit Bischof Ackermann und Repräsentanten der verschiedenen Kirchen. Referenten beim Forum sind unter anderem der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch (Rom), der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Dr. Olav Fykse Tveit (Genf), Präses Nikolaus Schneider (Evangelische Kirche im Rheinland), Metropolit Augoustinos (Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland), Bischöfin Rosemarie Wenner (Evangelisch-methodistische Kirche), der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken Alois Glück und Prof. Dr. Gerhard Robbers, Präsident des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentags. Neben Vorträgen und Podiumsdiskussionen werden auch Workshops und Arbeitsgruppen sowie kulturelle Aktionen angeboten. Jeder Tag beginnt mit einem Morgenlob, es finden Mittagsgebete und täglich ein Abendlob statt.

Das Forum wird veranstaltet vom Bistum Trier in Zusammenarbeit mit dem Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik Paderborn, der Evangelischen Kirche im Rheinland, den Mitglieds- und Gastkirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Rheinland-Pfalz und im Saarland, der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland sowie in Verbundenheit mit dem Rat Christlicher Kirchen im Großherzogtum Luxemburg.

Alle Informationen rund um das Forum sowie das ausführliche Programm gibt es jetzt im Internet unter www.oekumenisches-forum-trier.de. Dort können sich Interessierte auch online anmelden. Anmeldungen sind auch möglich beim Wallfahrtsbüro, Internationales Ökumenisches Forum, Liebfrauenstraße 8, 54290 Trier, 0651/7105-8055, anmeldung@oekumenisches-forum-trier.de. Für die Teilnahme am gesamten Forum werden Tagungsgebühren in Höhe von 125 Euro erhoben, die Teilnahme an einzelnen Tagen kostet jeweils 25 Euro. Dazu kommen Pensionskosten im Robert-Schuman-Haus Trier. Schüler und Studierende (bis 27 Jahre) erhalten 50 Prozent Ermäßigung.

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