Debakel für Trierer Miezen
BAD LANGENSALZA. Schwere Schlappe für die Trierer Miezen: Mit einem Kantersieg von 46:25 (20:14) eroberte der Titelverteidiger Thüringer HC am Samstagabend die Tabellenspitze in der Handball-Bundesliga der Frauen zurück.
Nach Anfangsschwierigkeiten war der Champions-League-Teilnehmer den Gästen in allen Belangen überlegen und fuhr den dritten Sieg in Serie ein. Beste Torschützen in der Salza-Halle für den Gastgeber waren Mie Augustesen und Kerstin Wohlbold mit jeweils acht Treffern. Aufseiten der Trierer zeigte sich Carolin Schmele (8/2) am treffsichersten.
Trier erwischte vor 856 Zuschauern in Bad Langensalza einen durchaus guten Start. Das schnelle 2:0 des amtierenden Meisters konterten die Miezen mit einem Doppelschlag von Schmele zum 2:2. Schmele blieb auch in der Folge ein Faktor, als sie auch für das 3:3 sorgte, nahm THC-Coach Herbert Müller seine Auszeit. Nach dem Spiel bekannte er: „Erst einmal Kompliment an Trier. Sie haben mitgespielt und das verdient Respekt. Vor allem Carolin Schmele hat mich zu einer frühen Auszeit gezwungen.“
Nach der Auszeit setzte sich der THC zwar beim 9:5 auf vier Tore ab, Trier zeigte sich davon aber unbeeindruckt. Die Gäste spielten weiterhin gut mit und hatten nun auch neben Schmele weitere Spielerinnen, die für Torgefahr sorgten. Derbach und Adeberg trafen von der Siebenmeterlinie und Adeberg legte aus dem Spiel heraus sogar noch zum 10:8 nach – damit nicht genug, Silvia Solic sorgte gar für den Anschlusstreffer.
„Wir sind zum deutschen Meister gefahren und wollten hier unsere Fähigkeiten abrufen. Dies ist uns in der ersten Halbzeit über weite Strecken gelungen“, sollte Triers Trainer Jörn Ilper nach der Partie befinden. Denn die letzten zehn Minuten vor der Pause sollten dann dem Favoriten gehören, dieser setzte vier Tore in Folge zum 14:9 und nahm ein 20:14 mit in die Kabinen.
Der erste Treffer des zweiten Abschnitts gelang dann zwar den Gästen, doch der THC agierte weiterhin konsequent. „In Halbzeit zwei haben sie uns gezeigt, warum sie deutscher Meister sind und es war beeindruckend“, zeigte sich auch Miezen-Coach Ilper am Ende beeindruckt. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit hielt der THC das Teamo hoch, immer wieder kamen frische Impulse von der Bank. Bis zum 29:19 hielt Troer den Abstand noch bei zehn Toren, in der Schlussviertelstunde gingen den Gästen dann aber die Kräfte aus.
„Es war ein tolles Spiel meiner Mannschaft in Halbzeit zwei. Im dritten Jahr haben wir es endlich geschafft, die Vierzig-Tore Marke zu knacken“, freute sich Herbert Müller. Sechs Treffer in Serie sorgten für das 38:20, Wohlbold durchbrach die magische Marke dann mit dem 40:21. In den letzten fünf Minuten legte der THC dann noch einmal sechs Treffer nach und schraubte das Ergebnis am Ende auf 46:25. „Jetzt kommen schwere englische Wochen, die Spiele wollen wir natürlich alle gewinnen und keine Punkte verlieren“, schaute Herbert Müller voraus auf die nächsten Aufgabe.
von 16vor
