Das auswärtige Heimspiel
TRIER. Nicht in ihrer Stammhalle am Wolfsberg, sondern in der am Mäusheckerweg trafen am vergangenen Samstag die Dolphins auf den USC München. Mit 86:68 schickten sie den Gegner zurück nach Bayern.
Nichts war normal in der vergangenen Woche bei den Dolphins Trier vor dem Heimspiel am gestrigen Samstagabend gegen den alten Liga-Kontrahenten aus München. Aufgrund der Sperrung der Sporthalle Wolfsberg war zuerst das Training des Teams und die Austragung des Heimspiels gegen die Bayern gefährdet, bevor gegen Ende der Woche Entwarnung kam. Die Trainingseinheiten (vorläufig in der Arena Trier) und das Heimspiel konnten nach kurzfristigen, unkonventionellen Hilfen seitens der Betreiber der Arena sowie der städtischen Behörden nun doch durchgeführt werden.
Für das „Heimspiel“ wurde in die Sporthalle Mäusheckerweg ausgewichen. Und obwohl die Dolphins hier seit Jahren nicht mehr trainiert oder gespielt hatten, wurde es doch noch zu einem echten Heimevent. 350 Zuschauer stellten einen neuen Saison-Zuschauerrekord dar und gaben dem Team um Spielertrainer Dirk Passiwan die nötige, lautstarke Unterstützung, um die Verunsicherungen vor dem Spiel in den Griff zu bekommen.
So begannen die Dolphins vehement mit einer Ganzfeldpresse, um den Gegner unter Druck zu setzen. Die routinierten Münchner um den neuen, alten Spielertrainer Benjamin Ryklin, der unter der Woche Coach Tamer Artan abgelöst hatte, hielten jedoch voll dagegen, und so entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau. Über eine 23:16-Führung (1. Spielviertel) für die Gastgeber, konnten die Gäste bis zur Halbzeit (43:37) mithalten, sodass mit einer spannenden zweiten Spielhälfte zu rechnen war.
Und auch nach dem Seitenwechsel wiegte das Spiel vorerst weiterhin hin und her. Zwar konnte der Gast bis zur 25. Minute in Schlagdistanz zu den Trierern bleiben, doch zum Ende des 3. Viertels hatten sich die Dolphins erstmals eine zweistellige Führung erarbeitet (66:55).
Im letzten Spielviertel hatten die Gastgeber in diesem sehr schnellen und intensiv geführten Spiel den längeren Atem, sodass am Ende der Partie ein deutlicher 86:68-Heimerfolg für den Tabellenfünften zu Buche stand.
Bei München gefielen vor allem die beiden treffsicheren Center Ben Döring (24 Punkte) und Benjamin Ryklin (22), während auf Trierer Seite neben dem wiederum überragenden Spieler des Spiels Dirk Passiwan, dem ein Triple-Double gelang (28 Punkte/1 Dreier, 11 Rebounds und 13 Assists), ein bärenstarker Kim Robins (25 / 3 Dreier) überzeugen konnte. Zudem bot der britische Center Tyler Saunders sein bisher stärkstes Spiel im Trierer Trikot in dieser Saison, punktete ebenfalls zweistellig (17 P.) und wartete zudem mit einer starken Leistung im insgesamt guten und in dieser Saison sehr verbesserten Trierer Defensivverbund auf (8 Rebounds) auf.
Fazit: Gegen den starken Gast aus Bayern zeigten die Trierer, dass sie immer mehr zu einer homogenen Einheit zusammenwachsen, denn auch die Niedrigpunktespieler Chad Jassman, Brad Baugh und Hugh Anderson konnten viel zu einer überdurchschnittlich guten Teamleistung beitragen.
Am nächsten Wochenende treffen die Dolphins auf die Roller Bulls in St. Vith.
GOLDMANN Dolphins Trier (in Klammern Korbpunkte): Anderson (2), Baugh (6), Ewertz (n.e.), Jassman (8), Nascimento (n.e.), Passiwan (28/1), Robins (25/3), Saunders (17)
von 16vor
