„Bitburger“ jetzt voll gesperrt
TRIER-WEST/PALLIEN. Eine der Hauptzufahrtsstraßen der Stadt, die „Bitburger“, ist in den kommenden zehn Wochen voll gesperrt. Nutzer des Nahverkehrs und Autofahrer müssen zum Teil kilometerlange Umwege in Kauf nehmen.
Die Vollsperrung des rund 750 Meter langen Abschnitts zwischen Fachhochschule und Moselufer trat am Sonntagabend in Kraft und dauert voraussichtlich bis zum 12. August. Das große Verkehrschaos blieb zumindest im Umfeld der Kaiser-Wilhelm-Brücke am Montagmorgen aus, allerdings wurden aus der Region Staus gemeldet, etwa auf der B 419 nach Grevenmacher. In der Stadt und dem Umland wurden weiträumige Umleitungen eingerichtet.
So wird der auswärtige Verkehr über die A 64/B 52 nach Trier-Ehrang und weiter über die A 602 und die Zurmaiener Straße in die Innenstadt umgeleitet. Für Autofahrer, die aus Richtung Bitburg oder Luxemburg nach Trier fahren, beginnt die großräumige Umleitungsstrecke am Autobahnanschluss bei Sirzenich. Die Stadt apelliert an die Pendler, aus Rücksicht auf die Anwohner auf die Benutzung von „Schleichwegen“ nach Trier zu verzichten. Die Zufahrt zur Fachhochschule, zum Restaurant Weisshaus, zur Neuapostolischen Kirche und zum Hotel Kockelsberg sei auch während der Vollsperrung möglich, wenn auch nur von Westen her, nicht aber von der Innenstadt. Fußgänger und Radfahrer können die Baustelle passieren.
Bei Staus oder Verkehrsbehinderungen auf der A 602 kann der Verkehr ab Ehrang auch über die B 53 nach Trier geleitet werden. Eine entsprechende Beschilderung sei vorbereitet und könne bei Bedarf genutzt werden. Um die zu erwartende stärkere Belastung der Zurmaiener Straße abzufedern und den Verkehrsfluss zu erhöhen, sei während der Sperrung der Bitburger Straße das Linksabbiegen aus der Zeughausstraße in die Zurmaiener Straße nicht möglich.
Insgesamt dauern die Bauarbeiten an der wichtigen Trasse voraussichtlich bis November, wobei die Straße im Herbst für die Erneuerung der Fahrbahndecke eines Abschnitts noch einmal für ein Wochenende gesperrt werden muss. Der Zeitplan sei „eng getaktet und ohne Alternative“, heißt es vonseiten der Stadt. So konnte das Projekt erst nach der Heilig-Rock-Wallfahrt gestartet werden und soll möglichst vor der besucherstarken Adventszeit abgeschlossen sein soll. Für die Sperrung der „Bitburger“ werden die verkehrsärmeren Sommerferien voll ausgenutzt, damit sie vor der ADAC-Rallye Ende August aufgehoben werden kann.
Während der Vollsperrungsphase wird an der Bitburger von Montag bis Samstag praktisch rund um die Uhr gearbeitet, zumal die Stadtwerke die Gelegenheit nutzen, um das Netz ihrer Versorgungsleitungen zu modernisieren. Um Platz für die vom Stadtrat beschlossene dritte Fahrspur zu schaffen, muss eine Felswand auf einer Länge von 70 Meter zum Teil abgefräst, zum Teil abgesprengt werden. Die wichtigsten Sanierungsarbeiten betreffen die Napoleonsbrücke und die Stützmauer im untersten Abschnitt der Straße. Zugleich wird eine neue Verbindung für Fußgänger und Radfahrer von der Kaiser-Wilhelm-Brücke zur Fachhochschule geschaffen.
Um einem möglichen Einbruch bei den Umsatzzahlen im Trierer Einzelhandel entgegenzuwirken, hat die City Initiative auf ihrer Homepage alle Wege und Möglichkeiten, die Stadt zu erreichen, aufgelistet. Ein eher ungewöhnlicher Tipp: eine Anreise mit dem Schiff.
von 16vor
