Bistum finanziert Rollrasen
TRIER. Nach den Beschädigungen des Rasens im Palastgarten durch die Veranstaltungen der Heilig-Rock-Wallfahrt wird die Wiese neben der Kreisverwaltung nun doch mit Rollrasen wiederhergestellt.
Das teilte Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU) jetzt den Fraktionen des Stadtrats mit. Die Finanzierung erfolge ausschließlich durch das Bistum und belaste somit nicht den Stadtsäckel, betonte sie.
Der in der Sitzung des Baudezernatsausschusses vorgebrachten Frage, ob im hinteren Teil des in Mitleidenschaft gezogenen Palastgartenrasens eine erst im Herbst einzusäende Teilfläche zunächst mit Split versehen werden könne, die nicht für die Veranstaltung „Brot und Spiele“ benötigt werde und somit als Grillfläche genutzt werden könnte, erteilte die Beigeordnete jedoch eine Absage. Die Medienfabrik, die im Auftrag der Stadt „Brot und Spiele“ durchführt, habe nach Rücksprache darauf hingewiesen, dass der Split auf der Fläche für die Veranstaltung abgetragen werden müsse. Dies werde, so Kaes-Torchiani, damit begründet, dass die eingesetzten Pferde nicht mit Hufeisen beschlagen seien und daher nicht auf diesem Untergrund geritten werden könnten. Dies verbiete sich allein schon aus Tierschutzgründen.
Es sei daher, so die Baudezernentin, entschieden worden, den Split auf der durch die Heilig-Rock-Wallfahrt in Anspruch genommenen Fläche abzutragen, die Reste einzuarbeiten und anschließend einzusäen. Durch zusätzliche Bewässerung und Düngegaben solle für eine möglichst rasche Wiederbegrünung gesorgt werden. Kaes-Torchiani sagte zu, die übrigen, nicht in Anspruch genommenen Flächen – etwa ein Drittel der Gesamtfläche – der Öffentlichkeit kurzfristig wieder zur Verfügung zu stellen. Die auch vorgeschlagene alternative Abdeckung mit Holzspänen könne aus Gründen der erhöhten Brandgefahr und der sehr schwierigen Reinigung nicht erfolgen.
Kritik an den zu hohen Zäunen zur Eingrenzung der neu eingesäten Rasenflächen wies die Beigeordnete derweil zurück. Die jetzigen Absperrgitter seien am ehesten geeignet, eine vorübergehende Sicherung zu gewährleisten. Sie stellte nochmals klar, dass die von der Wallfahrt in Anspruch genommenen Flächen durch das Bistum wiederhergestellt würden und der Stadt hierfür keine Kosten entstünden, „von der notfalls erforderlichen zusätzlichen Beregnung einmal abgesehen“. Man sei gemeinsam nach Kräften bemüht, die Anlagen im Palastgarten schnellstmöglich wieder der Allgemeinheit zur Verfügung stellen zu können.
von 16vor
