Betrüger weiter auf Tour

TRIER. Offenbar haben unbekannte Betrüger erneut versucht, ältere Menschen mit dem so genannten Enkeltrick reinzulegen. Acht Versuche registrierten Beamte der Kripo alleine am Donnerstagnachmittag in Trier.

Auch bei einer Konzer Seniorin ging ein betrügerischer Anruf ein. Jedes Mal riefen die Betrüger bei älteren Menschen an, gaben sich als Nichte, Neffe oder Enkel aus und täuschten vor, sich in einer finanziellen Notlage zu befinden. Dabei waren sowohl männliche als auch weibliche Stimmen am Telefon, in einem Fall rief offenbar sogar ein Kind an. Alle Angerufenen bemerkten jedoch, dass die Telefonate nur zur Vorbereitung eines Betruges dienen sollten und gaben dies auch dem jeweiligen Anrufer zu erkennen. In keinem dieser Fälle kam es zur Geldübergabe.

Polizeisprecher Karl-Peter Jochem lobt das besonnene Vorgehen der potentiellen Opfer: „Die Angerufenen haben richtig reagiert und sind überhaupt nicht auf die Forderungen eingegangen. Sie haben den Betrügern unmissverständlich klar gemacht, dass sie die Enkeltrickmasche kennen. Offensichtlich hat die intensive Aufklärungsarbeit der Polizei in diesen Fällen gewirkt.“ In den vergangenen Wochen hatte die Polizei wiederholt in den Medien über diese und andere Betrugsmaschen informiert, mit denen immer wieder vor allem ältere Menschen in der Region um ihr Erspartes gebracht wurden. „Aber auch weiterhin gilt es, vorsichtig und misstrauisch zu sein, wenn angebliche Verwandte telefonisch Geld erbitten“, warnt Jochem.

Die Polizei rät:

Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche zunächst nicht erkennen. Gehen sie keinesfalls auf telefonische Geldforderungen oder noch so inständige Bitten ein. Rufen Sie Verwandte an, um die Echtheit des Anrufers abzuklären. Reden Sie mit Personen Ihres Vertrauens über den Anruf. Geben Sie kein Geld in fremde Hände. Notieren Sie sich die Telefonnummer des Anrufers, wenn sie in Ihrem Telefon angezeigt wird. Melden Sie einen solchen Anruf direkt über den Polizeinotruf 110 der Polizei.

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