Ausbauhilfe aus Luxemburg

LUXEMBURG. Das Großherzogtum, die Bundesrepublik und das Land Rheinland-Pfalz haben am Montag in Luxemburg ein Abkommen über die Finanzierung des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke zwischen Igel und deutsch-luxemburgischer Grenze unterzeichnet.

Im Oktober 2011 hatten die Länder vereinbart, 19,6 Millionen Euro in die Verbesserung der Strecke Luxemburg – Trier zu investieren. Luxemburg hat sich bereit erklärt, 8 Millionen Euro für die Maßnahme auf deutscher Seite zu investieren. Am Rande der Tagung des Rates der europäischen Transportminister in Luxemburg, wurde nun das entsprechende Regierungsabkommen im Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur unterzeichnet.

Der luxemburgische Minister Claude Wiseler erklärte: „Nach jahrzehntelangen Bemühungen trägt der geplante Ausbau der Strecke zwischen Igel und Igel-West maßgeblich zur Verbesserung der Infrastruktur bei, welche es Luxemburg ermöglicht, zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 einen wesentlich besseren Anschluss an das Fernverkehrsnetz in Koblenz zu gewährleisten.“
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), der nach seinem Amtsantritt 2009 das gesamte Projekt erneut auf den Prüfstand gestellt hatte und so weiter verzögerte, sagte: „Mit der heute unterzeichneten Vereinbarung kann die Planung für den Ausbau zügig weitergehen. Ich danke dem Großherzogtum Luxemburg und dem Land Rheinland-Pfalz für die Unterstützung. Der Ausbau der Verbindung zwischen Trier und Luxemburg wird den vielen Pendlern beider Länder das Leben erleichtern.“

Aus Sicht der Beteiligten ist der zweigleisige Abschnitt zwischen Igel und Igel-West eine „conditio sine qua non“ für die Umsetzung des Rheinland-Pfalz-Taktes, der ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2014 eine stündliche umsteigefreie Zugverbindung zwischen Luxemburg und Koblenz vorsieht und somit die Verbindung Luxemburgs mit dem deutschen Fernverkehrsnetz verbessern soll. Luxemburgs Staatsbahn hat eigens acht neue, dreiteilige Doppelstocktriebwagen im Wert von 63 Millionen Euro geordert, die 240 Sitzplätze bieten werden und ab Dezember 2013 zunächst im Fahrgastbetrieb zwischen Luxemburg und Trier eingesetzt werden sollen.

 

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