Armut – politisch gewollt?
TRIER.“ Armut in Deutschland – ökonomisch gemacht und politisch gewollt“ lautet das Thema eines Vortrags des Kölner Politikwissenschaftlers Professor Christoph Butterwegge in Trier.
Butterwegge spricht am 14. August im Rahmen der Sonntagsmatinee des „Theologischen Quartetts Trier“. Der Referent ist Professor für Politikwissenschaft an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln. Seine Analyse der „Armut in einem reichen Land“ zählt zu den wichtigsten Buchbeiträgen der Armutsforschung. Butterwegges Ansicht widerspricht dem politischen Zeitgeist und einer wissenschaftlich distanzierten Armutsforschung: „Wer sich mit dem Armutsproblem beschäftigt, muss deutlich Stellung beziehen und Partei für oder gegen die Betroffenen ergreifen“, verlangt er. Butterwegge plädiert für eine solidarische Bürgerversicherung und eine bedarfsdeckende Grundsicherung, um die Verarmung eines wachsenden Bevölkerungsanteils in Deutschland wirksam zu verhindern.
Der Vortrag beginnt am 14. August um 11 Uhr im Palais Walderdorff am Domfreihof. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Trierer Jazz-Trio „Rhythm-a-Nink“ Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.
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