Arktis-Protest an Tankstellen

TRIER. „Shell – Raus aus der Arktis“ – mit dieser Forderung demonstrierten am Samstag in Trier Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace vor mehreren Tankstellen gegen die in der Arktis stattfindenden Ölbohrungen des Konzerns.

Autofahrer wurden von den Aktivisten an den „Shell“-Tankstelle am St.-Barbara-Ufer sowie in der Zurmaiener Straße über die Bedrohung der Arktis informiert. Gleichzeitig sammelte Greenpeace Unterschriften zum Schutz der Arktis. Die Aktion von Greenpeace Trier ist Teil einer bundesweiten Infokampagne. Insgesamt beteiligen sich 73 Greenpeace-Gruppen.

„Das Ökosystem der Arktis ist eine der empfindlichsten Regionen auf dieser Welt“, sagt Greenpeace-Sprecher Alexander Schmidt. „Ölunfälle sind dort viel schwieriger zu bekämpfen. Gleichzeitig wird der Klimawandel durch das in der Arktis geförderte Öl angeheizt, das Eis und damit die Heimat von Eisbären und Walrössern am Nordpol schmilzt. Shell ist damit doppelt für die Zerstörung der Arktis verantwortlich“, so Schmidt. Wenn die Pläne nicht gestoppt würden, werde „aus reiner Profitgier eine der letzten unberührten Regionen dieser Erde ruiniert“.

„Shell“ hat laut Greenpeace in den vergangenen Monaten Spezialschiffe und eine Ölplattform für die Bohrungen in der Arktis zusammengezogen. Seit wenigen Tagen sei der Konzern mit den Bohrschiffen in Alaska vor Ort und werde in Kürze mit Bohrungen beginnen, berichtet die Umweltorganisation. Langfristiges Ziel von Greenpeace ist es, in der hohen Arktis ein Schutzgebiet zu etablieren, um die Natur zu retten und Ölbohrungen und industriellen Fischfang in der Arktis zu verhindern.

Print Friendly, PDF & Email

von

Schreiben Sie einen Leserbrief

Angabe Ihres tatsächlichen Namens erforderlich, sonst wird der Beitrag nicht veröffentlicht!

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien!

Noch Zeichen.

Bitte erst die Rechenaufgabe lösen! * Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.