Wagner an der Wetterstation

TRIER. In Kooperation des Theaters Trier mit dem Deutschen Wetterdienst findet am kommenden Donnerstag um 18 Uhr die vielleicht originellste Richard-Wagner-Veranstaltung des Gedenkjahres im Freien statt.

Es wettert wütend in Wagners Werk. Kaum eine atmosphärische Erscheinung wird hier nicht gedichtet, nicht in Töne geformt, nicht zum dramatischen Ereignis: Ob eisige Winternacht, ob flirrender Sommertag, ob brechende Gewitterbrunst, ob gepeitsche Wolkenfetzen, Frost und Schnee, Hagel und Tau, Regen – mit und ohne Bogen, Nebel und Dunst, Blitz und Donner, leichter Wind und laue Luft, anmutige Sommernacht und erglühendes Morgenrot, Winterstürme und Wonnemond… Wagners Werk gleicht einer Wetterküche, hier kondensiert Naturschauspiel zur Musik, wird die Theaterbühne zum Kampfplatz der Wetterfronten.

Grund genug, zum 200. Geburtsjahr Richard Wagners auf Beobachtungsstation zu gehen und das Wagner-Wetter einmal an geeignetem Ort in Augenschein zu nehmen. Das Theater Trier, das im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Wagner200“ nun dem größten Wettermacher unter den Opernkomponisten auf die Spur kommen möchte, hat sich mit dem Deutschen Wetterdienst und dem Richard Wagner Verband Trier-Luxemburg vereinigt, um auf der dwd-Wetterstation Petrisberg ein unterhaltsames Wagner-Wetter-Lese-Spektakel zu bieten. Nach der Aufführung erwartet alle Besucher eine Führung durch die Wetterstation.

Ausführende sind die Schauspielerin Alina Wolff, der Schauspieler Christian Miedreich, die Opernsänger Luis Lay und Amadeu Tasca sowie Pianist Christoph Jung vom Theater Trier. Idee, Konzeption und Durchführung: Peter Larsen.

Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung um 20 Uhr im Theater statt.

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