Zuschuss für „Treviris“-Bustrasse
TRIER/MAINZ. Lange hat die Stadt warten müssen, nun sagte Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) Trier für die Erneuerung der Busführung an der „Treviris-Passage“ einen Zuschuss in Höhe von rund 312.000 Euro zu.
Schon 2009 hatte der Stadtrat beschlossen, den gesamten Bereich umzugestalten, um ihn so auch für den Radverkehr passierbar zu machen und die erheblichen Schäden an der Fahrbahn zu beseitigen. Seit vergangener Woche ist die Trasse für die mehreren Hundert Busse, die diesen Bereich täglich frequentieren, voll gesperrt. Umleitungen wurden eingerichtet. Nur Radfahrer haben nun freie Fahrt, was aber nur solange gelten dürfte, bis die Baumaßnahme endlich beginnt. Hier wartete man im Rathaus schon seit Sommer letzten Jahres auf eine Förderzusage aus Mainz.
Der vorhandene Pflasterbelag weist vor allem im Fahrbahnbereich sehr tiefe Spurrillen und einen entsprechend starken Kantenversatz auf. Aufgrund der durchgängigen Schädigungen im Straßenoberbau sei eine grundlegende Erneuerung dieses Abschnittes der Trasse notwendig, sagte Lewentz. Mit der geplanten Erneuerung des Straßenoberbaus erhalte die Straße Randeinfassungen durch Rund- und Hochbordsteine zur klaren Trennung zwischen dem Fußgängerbereich und der Fahrspur der Busse. Im Bereich der Bushaltestellen wird zum verbesserten Ein- und Ausstieg der Fahrgäste ein erhöhtes Buskap eingebaut. An den Querungen der Fahrspur und entlang der Bushaltestellen werden Aufmerksamkeitsstreifen angeordnet. Darüber hinaus sind eine neue Straßenentwässerung und eine neue Beleuchtung vorgesehen.
Mit der Förderzusage für den Ausbau der Treverispassage unterstütze man im laufenden Jahr die vierte bedeutende Straßenbaumaßnahme der Stadt Trier, tritt Lewentz dem Vorwurf entgegen, Mainz vernachlässige die Moselstadt. Für den Ausbau der „Bitburger“, für die Fahrbahnerneuerung der Hans-Böckler-Allee und der Berliner Allee, für den Ersatzneubau der Pfeiffersbrücke und aktuell für den Ausbau der Treverispassage habe man der Stadt im Jahr 2012 über 2,7 Millionen Euro Zuwendungen gewährt. „Das Land hat die Stadt Trier im laufenden Jahr nach Kräften unterstützt. Wir werden auch künftig der Stadt Trier – wie auch allen anderen rheinland-pfälzischen Kommunen – im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten helfen“, so Minister Lewentz.
Angesichts der laufenden Verhandlungen über die künftige Höhe der Mittel nach dem Entflechtungsgesetz, die der Bund den Ländern für die Verbesserung der kommunalen Infrastruktur zur Verfügung stellt, zeigte sich Lewentz allerdings besorgt. „Der Bund will die Finanzmittel für den kommunalen Straßenbau und den ÖPNV deutlich reduzieren und sich damit seiner Verantwortung entziehen. Der Bund muss aber endlich anerkennen, dass im Bereich der kommunalen Verkehrsinfrastruktur auf Jahre hinaus ein hoher Investitionsbedarf existiert“.
von 16vor
