Ausgezeichnete „CamPuls“-Fotos
TRIER. Eine Studentin liest im gläsernen Übergang zwischen zwei Unigebäuden. Ein Kind spielt zwischen riesigen Bücherregalen in der Bibliothek. Studenten tanzen und musizieren vor einer klotzigen schwarzen Statue.
Ungewöhnliche und überraschende Szenen haben die Teilnehmer des ersten Fotowettbewerbs an der Universität Trier mit ihren Kameras eingefangen. Unter dem Titel „CamPULS“ waren Studenten und Mitarbeiter aufgerufen, dem Campus auf den Puls zu fühlen, Menschen und Leben im Unialltag abzubilden.
Die fünf besten Einsendungen hat der Präsident der Universität, Professor Michael Jäckel, am Dies academicus ausgezeichnet. Eine Jury, besetzt mit den Berufsfotografen Friedemann Vetter und Hans Georg Eiben, Universitätsvizepräsident Professor Joachim Hill, sowie jeweils einer Mitarbeiterin aus Zentraler Studienberatung (Susanne Mensah) und Pressestelle, (Antje Eichler) hatte zuvor aus mehr als 130 Fotos auszuwählen. Keine leichte Aufgabe, waren doch sehr viele interessante und gute Aufnahmen darunter. Dass sich unter den Preisträgern schließlich zwei ausländische Studenten und zwei Mitarbeiterinnen der Universität befinden, sei „ein schöner Zufall, spiegeln sie doch, genauso wie die verschiedenen Motive, die Vielfalt an der Universität wider“, heißt es in einer Mitteilung der Hochschule.
Die Begründungen der Jury:
1. Platz: Patrizia Majowski
Mit der Wahl des Fotos zum Wettbewerbsgewinner würdigt die Jury in erster Linie die besondere Idee des Motivs. Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Studieren mit Kind“ rückt eine kleine, aber wichtige Facette des Lebens auf dem Campus ins Blickfeld. Dass Mutter und Baby zwischen den mächtigen Bücherregalen in ihre jeweilige Lektüre versunken sind, symbolisiert, wie selbstverständlich Studium und Kinder zusammengehören. Die monochrome Farbgebung lässt Bücher und Personen und damit Studieren und Elternsein noch näher zusammenrücken.
2. Platz: Elke Janssen
Das Foto besticht durch seine ungewöhnliche Perspektive auf Universität und Studierende. Das raffinierte Spiel mit Licht und Schatten, die zusätzlich mehrfach im Inventar des Gebäudes reflektiert werden, erzeugt Spannung und Dynamik. Mit festen Schritten und einer klaren Mission treten die Studierenden ein in die Aura des Wissens: Das ist unser Haus, hier wollen wir etwas lernen, hier wollen wir uns weiter entwickeln und gemeinsam eine gute Zeit verbringen.
3. Platz: Tomila Akhmadieva
Dass Studieren nicht nur Lernen bedeutet, sondern auch Raum lässt für jede Menge Aktivitäten, um seine Persönlichkeit zu entfalten, bringt dieses Foto ganz klar auf den Punkt. Die musizierenden und tanzenden Studentinnen sprühen vor Natürlichkeit und Leichtigkeit. Vor der strengen Fassade des Universitätsgebäudes und der mächtigen Kunstfigur kommt die unbeschwerte Seite des Studiums noch deutlicher zur Geltung.
4. Platz: Rebekka Peiser
Studieren heißt lesen – dieses Motiv taucht auf vielen Wettbewerbsfotos auf. Rebekka Peiser lässt ihre Protagonistin aber nicht einfach nur lesen. Durch das Spiel mit Schärfe und Unschärfe, den gezielten Einsatz von Farben, die durchdachte Anordnung der Personen und die besondere Perspektive der Kamera erzählt das Bild eine Geschichte. Studieren heißt nämlich nicht nur lesen. Das Foto lädt den Betrachter ein, viele weitere Facetten eines Studentenlebens in dem Bild zu entdecken.
5. Platz: Charel Hermes
Auf den ersten Blick sind die Menschen in der klotzig wirkenden Architektur der Bibliothek fast gar nicht zu erkennen. Die Bewegungsunschärfe lässt die Personen beinahe eins erscheinen mit ihrer Umgebung. Die Hektik des Unibetriebs und die Masse an Wissen saugen die Studierenden und Mitarbeitenden förmlich auf. Gleichzeitig vermittelt der symmetrische Bildausschnitt mit den beiden markanten Säulen so etwas wie Ruhe und Standfestigkeit, die den hier Lernenden und Arbeitenden Halt geben.
von 16vor
