Überwiegend mehr Verschuldung

TRIER. Creditreform Trier hat die Verschuldung von Privatpersonen im Bereich der Stadt Trier untersucht und die Ergebnisse mit den Vorjahresdaten verglichen. Trier-West hat die rote Laterne abgegeben. 

Die negativste Tendenz ist dabei im Postleitzahlenbereich 54293 (Pallien, Biewer, Pfalzel, Ehrang und Quint) mit einem Anstieg der Verschuldung um 1,13 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr zu vermelden. Die Verschuldungsquote der Personen über 18 Jahre in diesem Bereich liegt bei 13,81 Prozent (Vorjahr 12,67 Prozent). Der PLZ-Bereich 54292 (Trier-Nord mit Ruwer und Eitelsbach) folgt mit einer Verschuldungsquote von 13,37 Prozent (Vorjahr 12,99 Prozent).

Der Bezirk 54294 (Trier-West/Euren mit Zewen und Teilbereichen Feyen/Weismark) hat sich erfreulicherweise gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert und vermeldet einen Rückgang um 2,37 Prozentpunkte. Mit einer Quote von 13,33 Prozent hatte Trier-West/Euren noch im Vorjahr die rote Verschuldenslaterne der Stadt Trier in der Hand und hat sich immerhin auf eine Quote von 13,02 Prozent verbessert. Neben diesem Bezirk konnte sich noch der PLZ-Bereich 54296 (Uni, Tarforst, Filsch, Irsch, Kernscheid, Mariahof, Heiligkreuz in Teilbereichen und Feyen) von 6,33 Prozent 2011 auf aktuell 6,16 Prozent verbessern.

Alle anderen PLZ-Bereiche der Stadt Trier haben sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. So weisen auch die Bereiche Innenstadt (54290) mit 9,95 Prozent (Vorjahr 8,98 Prozent) und 54295 (Gartenfeld, Kürenz, und Bereiche von Heiligkreuz) mit 7,43 Prozent (Vorjahr 6,76 Prozent) eine Zunahme der Verschuldung aus.

Die Verschuldungsquote in Deutschland, die sich aktuell auf 9,65 Prozent beläuft, zeigt eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahreswert von 9,38 Prozent. Auch in Rheinland-Pfalz ist die private Verschuldung von 9,67 auf 9,90 Prozent gestiegen. Damit sind in Rheinland-Pfalz fast 10 Prozent der Bevölkerung (Personen über 18 Jahre) überschuldet, das heißt mit harten Negativmerkmalen, wie Eidesstattliche Versicherung, Haftanordnung zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung, Insolvenz, versehen oder weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf. Bundesweit und regional war im Vorjahr noch ein leichter Rückgang gegenüber dem Jahre 2010 zu verzeichnen. Die leicht negative Entwicklung 2012 betrifft alle 16 Bundesländer.

Die Gründe liegen hier überwiegend in der Zunahme der Fälle, die auf Konsumverschuldung zurückzuführen sind. Neben dem unangemessenen Konsumverhalten spielen vor allem Scheidung/Trennung und auch Krankheit wesentliche Rollen. Demgegenüber haben Auslöser wie Arbeitslosigkeit oder gescheiterte Selbständigkeit an Bedeutung verloren, was auf die noch relativ stabile bundesweite Konjunkturentwicklung zurückzuführen sein dürfte.

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